Politik Gift-Anschlag: Berlin verteidigt harte Linie

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«London.» Im Streit um den Anschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergei Skripal hat die Bundesregierung ihren Kurs gegenüber Russland bekräftigt. Skripals Tochter Julia, die ebenfalls vergiftet wurde, äußerte sich unterdessen erstmals öffentlich.

Bundesaußenminister Heiko Maas sagte gestern: „Wir haben kein Interesse an einer weiteren Eskalation, aber wir haben klare Standpunkte, die werden wir vertreten und daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern.“ Der SPD-Politiker ergänzte: „Wir sind nicht mehr bereit, einfach alles so hinzunehmen.“ Die von London vorgelegten Informationen wiesen „eindeutig“ auf eine russische Verantwortung für den Giftanschlag hin. London bezichtigt Moskau als Drahtzieher des Attentats. 25 westliche Staaten und die Nato wiesen 150 russische Diplomaten aus. Moskau verwies daraufhin genauso viele westliche Diplomaten des Landes. Erstmals hat sich die nach dem Giftanschlag schwer erkrankte Julia Skripal zu Wort gemeldet. „Ich bin vor über einer Woche aufgewacht und bin glücklich sagen zu können, dass es mir von Tag zu Tag besser geht“, sagte die 33-Jährige in einer Mitteilung, die gestern von Scotland Yard verbreitet wurde. Leitartikel Seite 2

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