Politik G-7: Nicht nur über Russland uneins

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Überschattet von Handelskonflikten zwischen den USA und ihren Alliierten hat gestern in Kanada der Gipfel der sieben großen Industriestaaten begonnen. US-Präsident Trump (rechts, neben Kanzlerin Angela Merkel in einem intensiven Gespräch) sorgte schon vor seiner Ankunft für Schlagzeilen. Er schlug vor, Russland wieder in den Kreis aufzunehmen. Das sogenannte G-8-Format war eingestellt worden, weil Russland 2014 die Krim besetzt und annektiert hatte. Der Kreml reagierte zurückhaltend auf Trumps Vorschlag. Statt der G-7-Gruppe bevorzuge Moskau die G-20, zu denen Russland weiterhin zählt. Unterstützung erhielt Trump zunächst vom Ministerpräsidenten der neuen italienischen Populisten-Regierung, Giuseppe Conte. Die vier europäischen G-7-Länder bemühten sich jedoch umgehend, den Eindruck abzuwenden, dass Trump einen Keil zwischen sie getrieben habe. Nach deutschen und französischen Angaben waren sich Frankreich, Deutschland, Großbritannien und auch Italien bei einem gesonderten Treffen einig, Russland derzeit nicht zuzulassen. Trump betonte bereits vor seiner Ankunft in Charlevoix, dass er heute vorzeitig abreise. Offizielle Erklärung: das Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur am Dienstag. Ob es eine Gipfelerklärung geben wird, ist offen. Kommentar Seite 2

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