US-Truppen Berlin gibt im Jahr 100 Millionen für US-Standorte aus

Ein US-Soldat in Grafenwöhr – Bayern ist in Deutschland neben Rheinland-Pfalz und Hessen der Hauptstationierungsort der amerikan
Ein US-Soldat in Grafenwöhr – Bayern ist in Deutschland neben Rheinland-Pfalz und Hessen der Hauptstationierungsort der amerikanischen Streitkräfte.

Berlin. Die US-Militärpräsenz in Deutschland schlug im Bundeshaushalt in den vergangenen zehn Jahren mit fast einer Milliarde Euro zu Buche – rechnerisch 100 Millionen Euro im Jahr.

Das teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion mit. Mit 648,5 Millionen Euro entfielen demnach etwa zwei Drittel davon auf Baumaßnahmen und 333,9 Millionen auf sogenannte Verteidigungsfolgekosten. Dazu zählen unter anderem Beihilfezahlungen an ehemalige deutsche Beschäftigte der US-Streitkräfte und die Behebung von durch US-Soldaten verursachte Schäden.

Die USA zahlen für ihre Truppenstationierung an Orten wie Ramstein allerdings ein Vielfaches von dem, was Deutschland aufbringt. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Aufwendungen für 2020 auf umgerechnet 7,234 Milliarden Euro. Allein der Beitrag zur Wirtschaftsleistung im Raum Kaiserslautern wird auf mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr taxiert.

US-Statistiken zufolge beträgt der deutsche Anteil an der US-Präsenz 18 Prozent. In Japan hingegen, wo noch mehr GI’s stationiert sind, liegt der einheimische Beitrag bei 50 Prozent. In Südkorea sind es demnach 41 Prozent.

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