Politik RHEINPFALZ Plus Artikel Autos als Waffe: Überblick über frühere Amokfahrten

Eines der als Waffen missbrauchten Fahrzeuge: Der Kleintransporter, der bei der Amokfahrt in Trier verwendet wurde.
Eines der als Waffen missbrauchten Fahrzeuge: Der Kleintransporter, der bei der Amokfahrt in Trier verwendet wurde.

Immer wieder werden Autos und Lastwagen gezielt als Waffen eingesetzt. Ein Überblick über einige der schlimmsten Amokfahrten der vergangenen Jahre:

Nizza, 14. Juli 2016: Am französischen Nationalfeiertag fährt ein 31-jähriger Tunesier mit einem 19-Tonnen-Lastwagen über die Promenade des Anglais. Über zwei Kilometer hinweg überrollt er Passanten, bevor er von der Polizei erschossen wird. 86 Menschen sterben, mehr als 400 werden verletzt. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ reklamiert die Tat für sich.

Der Truck, dessen Fahrer in Nizza viele Menschenleben auslöschte.
Der Truck, dessen Fahrer in Nizza viele Menschenleben auslöschte.

Berlin, 19. Dezember 2016: Ein gestohlener Lastwagen rast in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz an der Berliner Gedächtniskirche. Zwölf Menschen sterben, 56 werden verletzt. Der 24-jährige tunesische Täter hatte zuvor den polnischen Fahrer des Lastwagens erschossen. Er flieht, wird aber vier Tage später in Italien erschossen. Sicherheitsbehörden hatten ihn als islamistischen Gefährder eingestuft, doch eine Abschiebung scheiterte.

Schaulustige und Reporter stehen um die Tatwaffe auf dem Berliner Weihnachtsmarkt: Ein gestohlener Lkw.
Schaulustige und Reporter stehen um die Tatwaffe auf dem Berliner Weihnachtsmarkt: Ein gestohlener Lkw.

Münster, 7. April 2018: Ein Kleintransporter steuert auf die Außengastronomie eines beliebten Restaurants zu. Vier Menschen sterben, mehr als 20 werden verletzt. Der Täter, ein 48-jähriger Deutscher, erschießt sich noch am Tatort. Ermittlungen zeigen: Er litt an psychischen Problemen, ein terroristisches Motiv gab es nicht.

Eine Frau legt vor dem Ort des Geschehens in Münster Blumen nieder.
Eine Frau legt vor dem Ort des Geschehens in Münster Blumen nieder.

Trier, 1. Dezember 2020: Ein Geländewagen rast durch die Fußgängerzone, sechs Menschen sterben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 23 Menschen werden verletzt. Der Fahrer, ein 51-jähriger Deutscher, war alkoholisiert und hatte keine feste Bleibe. Er gesteht, die Tat aus Frustration begangen zu haben. Später wird er zu lebenslanger Haft verurteilt.

Einsatzkräfte waren in der Trierer Innenstadt nach der tödlichen Amokfahrt im Einsatz.
Einsatzkräfte waren in der Trierer Innenstadt nach der tödlichen Amokfahrt im Einsatz.

Berlin, 8. Juni 2022: Ein Auto fährt in eine Gruppe von Passanten am Kurfürstendamm. Eine Lehrerin stirbt, 14 Menschen werden verletzt. Der Täter, ein 29-jähriger Deutsch-Armenier, wird festgenommen. Später wird festgestellt, dass er an einer schweren psychischen Erkrankung litt.

Die Polizei sperrt in Berlin den Bereich rund um den Tatort ab.
Die Polizei sperrt in Berlin den Bereich rund um den Tatort ab.

Magdeburg, 21. Dezember 2024: Auf dem Weihnachtsmarkt von Magdeburg rast ein Fahrzeug in die Menge. Sechs Menschen sterben, 298 werden verletzt. Der Täter, ein Arzt aus Saudi-Arabien wird gefasst, die Ermittlungen zu seinen Motiven dauern an.

Der Magdeburger Weihnachtsmarkt nach der Todesfahrt.
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt nach der Todesfahrt.

München, 13. Februar 2025: Während einer Demonstration in München fährt ein Mini Cooper mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge. 39 Menschen werden verletzt, eine 37-jährige Frau und ihr zweijähriges Kind sterben. Der 24-jährige Täter aus Afghanistan wird festgenommen. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Motiv aus.

Blumen und Kerzen in der Nähe der Stelle, wo in München ein Auto in Demonstranten gefahren war.
Blumen und Kerzen in der Nähe der Stelle, wo in München ein Auto in Demonstranten gefahren war.
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