Politik Am Rande: Krieg der (Atom-)knöpfe

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Soll man nun den Kopf schütteln über so viel infantiles Gehabe oder sich daran freuen, dass sich die USA und Nordkorea auch im neuen Jahr auf ein verbales Wettrüsten zu beschränken scheinen, statt es auf eine militärische Kraftprobe ankommen zu lassen? Wahrscheinlich beides. Was passiert ist? Nun – glücklicherweise eben nichts Ernstes. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat in seiner Neujahrsansprache betont, der „Atomwaffenknopf“ befinde sich immer auf seinem Schreibtisch und die gesamten USA lägen in der Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen. Einen wie Donald Trump lässt so etwas nicht ruhen. Der US-Präsident warf flugs die Twitter-Maschine an und sendete seine Botschaft in die Welt, auf dass sie die Nordkoreaner und ihr „kleiner Raketenmann“ hören: „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe.“ Der sei aber (leider ist auf Twitter keine Tusch-Funktion integriert) „viel größer & mächtiger“! Und vor allem: „Mein Knopf funktioniert.“ Wer von beiden nun tatsächlich den größeren & mächtigeren hat, ist von hier aus nicht seriös zu sagen. Wir geben den Rivalen aber einen DVD-Tipp: „Krieg der Knöpfe“, ein französischer Spielfilm von 1962. Freigegeben ab 0 Jahren, also auch fürs kindlichere Gemüt geeignet. Da bekriegen sich die Jungen zweier französischer Dörfer mit Ingrimm. Am Ende werden die Anführer beider Lager von ihren Vätern ins Internat gesteckt, wo sie zu dicken Freunden werden. Lehrreich, oder?

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