Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Öffentlich-Rechtliche: Zum Teil überbezahlt

Für ARD, ZDF und Deutschlandfunk müssen alle zahlen.
Für ARD, ZDF und Deutschlandfunk müssen alle zahlen.

Eine gute Finanzausstattung der Öffentlich-Rechtlichen ist wichtig. Aber das Geld muss auch ins Programm fließen.

Warum müssen alle für ARD, ZDF und Deutschlandradio bezahlen? Diese Frage wird immer öfter gestellt, und es ist vielleicht Zeit, sie zu beantworten: Weil die Sender über schlechte Produkte, Dieselskandale oder irrlichternde Politiker berichten sollen, ohne Repressalien oder den Entzug von Werbeeinnahmen fürchten zu müssen. Das sind gute Gründe, und die Entwicklung in den USA, bis hin zum Sturm auf das Kapitol, ist auch damit zu erklären, dass es keine derart finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender in den Vereinigten Staaten gibt.

Nun kommen wir zur Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen. Werden sie ihrem Auftrag gerecht? Sie könnten es wahrlich besser machen. Aber wer auf längere Zeit die Programme der Privatsender konsumiert, wird zugeben müssen, dass sie keine gute Alternative sind. Dass gerade in Zeiten von Corona die öffentlich-rechtlichen Nachrichten einen Zuschauerschub erlebten, bestätigt den Befund.

Gehälter sind teilweise zu hoch

Empörend am öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist allerdings, dass die Gehälter von Intendanten und einigen Journalisten das der Bundeskanzlerin deutlich übersteigen. Die Länder sind hier aufgerufen, diesen Missstand zu beenden.

Dass das Bundesverfassungsgericht den Öffentlich-Rechtlichen erneut eine gute finanzielle Ausstattung garantiert hat, ist zwar zu begrüßen. Aber sie muss dem Programm zugutekommen, nicht den überbezahlten Führungsebenen.

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