Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Lea Baßler im Finale zur Deutschen Weinkönigin: So lief der Vorentscheid

Von links nach rechts: Lea Baßler (Pfalz), Sarah Röhl (Mosel), Eva Brockmann (Franken), Jessica Himmelsbach (Baden) und Katja Fö
Von links nach rechts: Lea Baßler (Pfalz), Sarah Röhl (Mosel), Eva Brockmann (Franken), Jessica Himmelsbach (Baden) und Katja Föhr (Rheingau) sind im Finale zur Wahl der 75. Deutschen Weinkönigin.

Die Pfälzische Weinkönigin Lea Baßler steht im Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin. Das wurde am Samstag im Saalbau während des Vorentscheids entschieden. Für die Dürkheimerin war es eine Zitterpartie bis zum Schluss.

Der Abend am Samstag endete nach großem Nervenkitzel so, wie es Lea Baßler schon vorher prophezeit hatte: mit vielen Tränen. Tränen der Erleichterung, aber vor allem auch Tränen der Freude. Denn: Die Dürkheimerin steht für die Pfalz im Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin. Die 23-Jährige musste bis zum Schluss zittern, dann wurde endlich ihr Name genannt. Vier von fünf goldenen Umschlägen waren bereits geöffnet, als Moderator Holger Wienpahl den letzten Namen verkündete und klar war: Lea Baßler gehört zu den fünf der zwölf Kandidatinnen, die am Freitag im neustadter Saalbau im Finale um die Krone kämpfen dürfen.

Ihr waren Freunde und Überraschung anzumerken, als sie sich zu den weiteren Finalistinnen Eva Brockmann (Franken), Sarah Röhl (Mosel), Jessica Himmelsbach (Baden) und Katja Föhr (Rheingau) stellte, um Blumenstrauß und Glückwünsche entgegen zu nehmen. „Ich habe es noch gar nicht realisiert“, sagte Baßler, als sie zitternd von der Bühne kam und erstmal von Freunden und Familie, die zur Unterstützung in den Saalbau gekommen sind, unter Tränen in Empfang genommen wurde.

Anspannung vor der Fachbefragung

„Ich habe gedacht, das wird nichts mehr und dann fällt plötzlich der Name und es bricht alles auf einen ein“, beschreibt Baßler ihre Gefühle auf der Bühne. So groß die Erleichterung dann war, so hoch sei die Anspannung davor gewesen. Baßler wurde nämlich nicht nur als letzte Finalistin genannt, sondern war auch bei der Fachbefragung erst als Vorletzte an der Reihe. „Das war schon ein großer Nervenkitzel“, sagt die Dürkheimerin,

Von der Anspannung war ihr letztlich auf der Bühne kaum etwas anzumerken. Alle drei Fragen, die ihr von drei Juroren – stellvertretend für eine insgesamt 70-köpfige Jury – gestellt wurden, konnte sie in der vorgegebenen Zeit von 45 Sekunden souverän beantworten. „Wie würden Sie einen jungen Menschen davon überzeugen, den Beruf des Winzers zu ergreifen?“ war die erste Frage, die ihr gestellt wurde. Ihre Antwort: „Man hat am Ende ein Produkt in der Hand, das man von Anfang an mitentwickelt hat. Ich finde, es gibt kein schöneres Gefühl.“

Gewürztraminer statt Grauburgunder

Darauf folgte die Wissensfrage des Master-Sommeliers Hendrik Thoma. Er wollte wissen, was im Weinbau gegen Dürrephasen getan werden kann. Auch darauf hatte die gelernte Bürokauffrau , die aktuell in einer Weinbar arbeitet, eine schlüssige Antwort und beeindruckte damit den Juror. „Solche teils sehr komplexen Fragen in 45 Sekunden zu beantworten, ist nicht einfach“, sagte er. Auch die englische Frage – inwiefern dasTerroir die Qualität des Weins beeinflusst – beantwortete sie problemlos.

Die Blindverkostung, die sie im Anschluss als Teamaufgabe gemeinsam mit Sabrina Schneider (Rheinhessen) und Merle Kurth (Ahr) absolvieren musste, lief hingegen nicht ganz nach Plan. Die drei tippten auf einen Grau- oder Weißburgunder. In Wirklichkeit war jedoch ein Gewürztraminer im Glas. Für den Einzug ins Finale hat es für Lea Baßler dennoch gereicht. Am Freitag wird dann entschieden, wer von den fünf Finalistinnen die 75. Deutsche Weinkönigin wird.

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