Pfälzerwald
Mit Hund im Pfälzerwald: Diese drei Tipps sollten Sie vor der Tour kennen
Für Zwei- und Vierbeiner ist der Pfälzerwald ein Paradies. Ob ausgedehnte Wanderungen oder kurze Spaziergänge – alle kommen auf ihre Kosten. An jedem Grasbüschel am Wegrand, an jedem Bachlauf finden die sensiblen Nasen spannende Gerüche. Auf weitläufigen Wiesen lässt es sich prima pausieren und toben. Doch gilt im Wald Leinenpflicht? Kann man in alle Hütten mit seinem Hund einkehren? Was muss man generell beachten, wenn man auf eine Wanderung mit seinem Vierbeiner geht? Wir haben die drei wichtigsten Tipps für Ausflüge mit Hund im Pfälzerwald gesammelt.
1. Besteht Leinenpflicht im Pfälzerwald?
Es gibt zwar keine allgemeine Leinenpflicht im Pfälzerwald, jedoch gibt es einige Ausnahmen. So müssen Hunde beispielsweise in den Kernzonen des Biosphärenreservats zwingend angeleint sein und dürfen die Wege nicht verlassen, wie man auf der Webseite der Landesforsten Rheinland-Pfalz nachlesen kann. Das gilt übrigens sowohl für vier- als auch zweibeinige Waldbesucher.
Die betroffenen Gebiete sind ausgeschildert und in den meisten Wanderkarten vermerkt. Ebenso sollten Hunde während der Brut- und Setzzeit von März bis Juli angeleint bleiben.
Generell gilt: Ableinen nur, wenn der Hund jederzeit abrufbar ist, keinen Jagdtrieb hat und keine Gefahr für andere Menschen und Hunde darstellt. Der Hund sollte jederzeit in Sichtweite sein und zur Seite genommen werden, wenn andere entgegenkommen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig, damit sich alle im Wald wohlfühlen können. Das empfiehlt Hunde-Wanderführerin Susanne Rohmund. Außerdem sollte beachtet werden, dass Kommunen individuelle Regeln zur Leinenpflicht aufstellen können – deswegen im Bestfall einmal vor Wanderbeginn über die Regeln am Ausflugsziel informieren.
2. Hütteneinkehr mit Hund?
Nicht nur Frauchen und Herrchen profitieren von den zahlreichen Hütten im Pfälzerwald, auch die Vierbeiner müssen sich mal ausruhen und freuen sich über Wasser, Schatten und vielleicht den einen oder anderen Snack. Bei vielen Pfälzerwald-Hütten sind Hunde willkommen. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber auch hier, bei der Ausflugsplanung einmal bei den anvisierten Einkehrmöglichkeiten nachzufragen, ob der tierische Begleiter mit darf.
Einige Hütten bitten nämlich auch darum, die Vierbeiner draußen zu lassen. Eine Auswahl von PWV-Hütten, die keine Hunde erlauben, haben wir hier gesammelt:
• Buchwaldhütte
• Dahner PWV-Hütte
• Drachenfelshütte
• Hütte am Weiher
• PWV-Hütte am Schmalstein
• PWV-Hütte vorm Selberg
• Wander- und Jugendheim Taubensuhl
• Wanderheim Dicke Eiche
3. Routenplanung, Verpflegung und Equipment
Nicht alle Wanderwege sind für jeden Hund geeignet. Die Routen sollten immer so geplant werden, dass sie nicht zu schwer, aber auch nicht zu langweilig sind. Im Sommer eignen sich Strecken, die an Bachläufen oder Seen vorbeiführen und überwiegend im Schatten liegen. Lange, eintönige Asphaltwege sind für Hunde nicht optimal. Für ältere Hunde sollten keine allzu steilen Wege oder solche mit vielen Treppenstufen gewählt werden. Es ist wichtig, dabei auf das individuelle Bedürfnis seines Tieres zu achten.
Vor allem im Sommer, aber generell für jede Wanderung gilt: An ausreichend Wasser für den Hund denken. Außerdem sollte für Zeckenschutz gesorgt werden, ein Erste-Hilfe-Set mit (Pfoten-)Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel und genügend Kotbeutel sind ebenfalls mit einzupacken. Da Mülleimer meist nur an den Hütten zur Verfügung stehen, empfiehlt es sich, einen Behälter zur Aufbewahrung dabeizuhaben.
Eine Hundedecke und Snacks sollten ebenfalls eingepackt werden, um die Pausen komfortabel zu machen. Eine Schleppleine lohnt sich, wenn man im Leinenpflichtgebiet wandert und dem Hund trotzdem möglichst viel Freiheit gewähren will.


