Pfalz Zweibrücken/Lauterecken: Anklage gegen junge Sprengstoffsammler

Aufregung in der Innenstadt Anfang Januar, als der Sprengstoff-Fund von Lauterecken abtransportiert wurde. Foto: Sayer
Aufregung in der Innenstadt Anfang Januar, als der Sprengstoff-Fund von Lauterecken abtransportiert wurde.

Gegen den 18-Jährigen aus Lauterecken, der am 29. Dezember 2016 festgenommen wurde, weil er mehr als 110 Kilo Sprengstoff gehortet hatte, hat die Staatsanwaltschaft Zweibrücken jetzt Anklage erhoben. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Ebenfalls unter Anklage sieht sich ein 24 Jahre alter Kumpan des Nordpfälzers, bei dem 45 Kilo Sprengstoff gefunden worden waren. Die beiden hätten ihre Leidenschaft teilweise durch den Verkauf von selbst hergestellten einschlägigen Chemikalien und Feuerwerwerkskörpern finanziert, natürlich ohne Zulassung, so die Staatsanwältin in ihrer Mitteilung. Ferner schreibt sie, dass der Verdacht fallengelassen wurde, die beiden hätten einen Anschlag in der Kaiserslauterer Innenstadt geplant. Ebenso äußert sie sich zu eventuellen politischen Hintergründen der beiden, die von Ermittlern überprüft worden waren: „Zugehörigkeit oder Kontakte zu rechten Organisationen und Gruppierungen“ seien nicht festzustellen – „wenngleich eine Nähe zum rechten Gedankengut belegbar ist“.
In einer spektakulären Aktion, bei der Teile von Lauterecken evakuiert wurden, war der Sprengstoff Anfang Januar in kleinen Portionen aus der Innenstadt abtransportiert worden. Die beiden Sprengstoffsammler sitzen seit ihrer Festnahme in U-Haft.

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