Pfalz Ziemiak mit mäßigem Ergebnis zum CDU-Generalsekretär gewählt
Paul Ziemiak ist neuer Generalsekretär der CDU. Der Bundesvorsitzende der Jungen Union ist am Samstag zum Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt worden. Die 56-Jährige ist am Tag zuvor neue CDU-Chefin geworden. Ziemiak erhielt 62,8 Prozent Zustimmung.
Nächste Generation in CDU-Führung
Der 33-Jährige ist 1985 im polnischen Stettin geboren. Als Dreijähriger zog er mit seinen Eltern nach Nordrhein-Westfalen. Er hat Jura studiert, sein Studium aber nicht abgeschlossen. Bei der Bundestagswahl 2017 zog er für den Wahlkreis Herne-Bochum II ins Parlament ein.
Kramp-Karrenbauer begründete die Nominierung Ziemiaks so: Sie wolle die nächste Generation in die CDU-Führung einbinden. Ferner: Aufgrund der neuen Kommunikationsmittel habe sich der Stil der politischen Auseinandersetzung gewandelt. Daher brauche sie jemanden, der für die CDU auf diesem Feld aktiv sein könne.
Ziemiak will klaren Kurs
Ziemiak selbst sagte bei seiner Vorstellungsrede, es ginge ihm um einen klaren Kurs und um eine klare Sprache. In Kramp-Karrenbauers Überlegungen zum Personaltableau hatte Ziemiak schon vor dem Parteitag eine Rolle gespielt. Der 33-Jährige hatte der Saarländerin allerdings abgesagt mit der Begründung, er fühle sich eher den beiden weiteren Kandidaten um den CDU-Vorsitz, Jens Spahn und Friedrich Merz, verbunden. Am Freitagabend allerdings hat Kramp-Karrenbauer – auf dem Parteiabend „am Rande der Tanzfläche“, wie sie sagte – erneut das Gespräch mit dem JU-Chef gesucht. Ziemiak sagte zu, sich für das Amt des Generalsekretärs vorschlagen zu lassen.
Baldauf: „Hervorragende Arbeit“
Zur Ernennung Ziemiaks sagte der stellevertretende CDU-Landesvorsitzende, Christian Baldauf (Frankenthal): Ziemiak habe in der Jungen Union hervorragende Arbeit geleistet. Nun müsse er beweisen, dass er das auch auf CDU-Bundesebene könne.