Corona-Impfung
Wie rheinland-pfälzische Jugendliche den Booster ergattern können
Am 3. Januar geht es für Jugendliche im Saarland los: Auch Zwölf- bis 17-Jährige können sich in Landesimpfzentren den Corona-Booster spritzen lassen, sobald ihre Grundimmunisierung länger als drei Monate zurückliegt. Die Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) sagt: Ermöglicht hat das ein Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums vom 27. Dezember. In dem steht, dass der Bund für mögliche Impfschäden haftet, obwohl noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die Altersgruppe vorliegt.
„Wir sind vorbereitet“
Rheinland-Pfalz geht nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Mainz davon aus, dass diese Empfehlung kommen wird. Ein Sprecher sagt: „Wir sind darauf natürlich auch schon vorbereitet.“ Doch so lange der Schritt noch aussteht, bleibt es bei der bisherigen Linie: In den Landesimpfstellen gibt es keine Booster-Immunisierung für Jugendliche. Für besonders ungeduldige Zwölf- bis 17-Jährige bleibt – je nach Wohnort und Mobilität – aber trotzdem ein Ausweg, und der führt in die Nachbar-Bundesländer. Denn entscheidend für die Impfberechtigung ist nur, dass man in Deutschland wohnt.
Rheinland-pfälzische Jugendliche können also ins Saarland ausweichen. Oder nach Baden-Württemberg, wo das Gesundheitsministerium unmittelbar vor Weihnachten „staatliche Rückendeckung“ für Auffrischungsimpfungen bei Zwölf- bis 17-Jährigen verkündete. Dort gibt es zwar keine Landesimpfzentren mehr, aber kommunale „Impfstützpunkte“.
Am Donnerstag hat Rheinland-Pfalz doch nachgezogen, mehr dazu steht hier.