Pfalz Nach Krawallen: Waldhof droht Neun-Punkte-Abzug

Kurz vor dem Abbruch: Pyrotechnik auf den Rängen des Carl-Benz-Stadions.  Foto: dpa
Kurz vor dem Abbruch: Pyrotechnik auf den Rängen des Carl-Benz-Stadions.

Dem Fußball-Regionalligisten SV Waldhof Mannheim drohen nach dem Abbruch des Relegationsspiels gegen den KFC Uerdingen am 27. Mai drastische Konsequenzen. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, hat sein Kontrollausschuss wegen der Fan-Ausschreitungen und des massiven Einsatzes von Pyrotechnik einen Abzug von neun Punkten in der kommenden Saison beantragt. Zudem forderte er eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro und erteilte Auflagen wie den Ausbau der Videoüberwachung. Der Ausschuss wirft dem SVW „ein schuldhaftes Herbeiführen eines Spielabbruchs in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst und fortgesetztem unsportlichen Verhalten vor“.

Waldhof muss sich bis Freitag erklären



Nachdem es laut DFB bereits in Uerdingen im Hinspiel um den Aufstieg in die 3. Liga zu Zuschauer-Ausschreitungen gekommen war, hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich das Rückspiel in Mannheim am 27. Mai in der Schlussphase zunächst für 20 Minuten unterbrochen. Zuvor hatten Waldhof-Fans Pyrotechnik gezündet und auf den Platz geworfen. Später brach Ittrich die Partie beim Stand von 2:1 für Uerdingen ab. Das DFB-Sportgericht wertete die Partie mit 2:0 für den KFC, der damit in die 3. Liga aufstieg. „Wir werden den Strafantrag nicht akzeptieren und nach Abstimmung mit unseren Juristen dagegen vorgehen“, sagte SVW-Geschäftsführer Markus Kompp der RHEINPFALZ. So wird also wohl das DFB-Sportgericht in der kommenden Woche über den Strafantrag entscheiden.

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