In eigener Sache Er hat die RHEINPFALZ modern pfälzisch gemacht
Er ist der Künstler in unserer Redaktion. Ein Allrounder: Schriftsteller, Maler, Musiker. Die Ideen gehen ihm nicht aus. Seine Fantasie hat Flügel. All das macht ihn auch zu einem ganz außergewöhnlichen und ganz ausgezeichneten Redakteur. Rolf Schlicher ist seit dem Jahr 2000 Leiter unseres Ressorts „Südwestdeutsche Zeitung“. Dort wird die Berichterstattung über die Pfalz und Rheinland-Pfalz organisiert und erstellt. Sie zu verantworten, ist eine Schlüsselposition in unserer Redaktion. Denn hier ist die Klammer für unsere 13 Lokalredaktionen und damit auch so etwas wie die Klammer für die Pfalz.
Ein durch und durch pfälzischer Lebenslauf
Der Weg Rolf Schlichers in diese Schlüsselposition hat sich abgezeichnet. Sein Lebenslauf ist durch und durch pfälzisch. Geboren ist er in Kaiserslautern, später aufgewachsen in Edenkoben und Neustadt. Am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium hat er eine Schülerzeitung mit gegründet und früh sein journalistisches Talent unter Beweis gestellt. In München, jener von den Pfälzer Wittelsbachern geprägten und deswegen eben auch pfälzischen Metropole an der Isar, hat er das Studium von Germanistik und Politikwissenschaft aufgenommen. Im kurpfälzischen Heidelberg setzte er es fort, unterbrach es für ein Volontariat bei der RHEINPFALZ und vollendete es dann mit dem Magister an der Universität im kurpfälzischen Mannheim. Drei Redakteursjahre in der Fremde, beim „Markgräfler Tagblatt“ in Schopfheim, folgten und 1987: die Rückkehr zur RHEINPFALZ.
Rolf Schlicher war zuerst Lokalredakteur in Pirmasens, wechselte dann ins Südwest-Ressort. 1992 wurde er Leiter der Lokalredaktion in Ludwigshafen, unserer größten Einheit. Hier zeigte er seine Fähigkeit zur Modernisierung. Folgerichtig trugen wir ihm im Jahr 2000 die Leitung des Südwest-Ressorts auf.
Einer der besten RHEINPFALZ-Journalisten
Dort ließ „ros“, das ist sein Autorenkürzel, fast keinen Stein auf dem anderen: Freie Themen statt Veranstaltungsberichterstattung; Hintergrund und Erklärung statt Verlautbarungen; tiefe Recherche; starke Meinungsangebote; gute Unterhaltung. Und immer: Die Pfalz zuerst. Das war Schlichers Motto. Zweifellos gehört Rolf Schlicher zu den besten Journalisten in unserer Redaktion. Er hat die Pfalz für unsere Leser begreifbar gemacht. Er hat einerseits investigativ recherchiert und entschieden kommentiert. Andererseits hat er einen Kennerblick für die Eigenheiten, die Stärken und Schwächen, den Stolz und auch die Lebens- und Genussfreude der Pfälzerinnen und Pfälzer.
Hüttendienste in der Freizeit
Als Pfälzerwäldler, der in seiner Freizeit auch Hüttendienste macht, kennt er seine Landsleute nur zu genau. Und er hat ein Gespür für ungewöhnliche Geschichten. Wir verdanken Rolf Schlicher den RHEINPFALZ-Foto-Wettbewerb, Artikelserien und Bücher mit dem Titel „Tour de Pfalz“, das Buch „Das Pfälzer Tischleindeckdich“, mit ungewöhnlichen Picknick-Plätzen und besonderen Rezepten, und vieles mehr.
Rolf Schlicher hat mit seiner kritischen Heimatliebe die RHEINPFALZ modern pfälzisch gemacht. Das wird bleiben. Mit 65 Jahren ist „ros“ der Senior unserer Redaktion. Jetzt, zum Jahresende, geht er in Rente. Lieber Rolf, im Namen des Verlages, der Chefredaktion, Deiner Mannschaft und ganz sicher auch im Namen vieler Leserinnen und Leser, rufe ich Dir auch an dieser Stelle ein großes, herzliches Dankeschön zu. Voller Anerkennung ziehen wir den Hut vor Deiner Leistung für die RHEINPFALZ.
Alles Gute für Dich im neuen Lebensabschnitt und für Deine Familie.
