Pfalz BASF-Prozess: Rohr-Verwechslung „hätte jedem passieren können“

 Foto: dpa
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Weil die Pipelines auf dem BASF-Gelände so dicht nebeneinander liegen und ähnlich aussehen, hätte bei Demontage-Arbeiten eine Verwechslung „jedem passieren können“. Das hat am Mittwochnachmittag im Prozess um die Explosionskatastrophe im Oktober 2016 ein Kollege des Angeklagten als Zeuge gesagt. Dieser Schlosser soll versehentlich ins falsche Rohr geflext und so das Unglück mit fünf Toten und dutzenden Verletzten verschuldet haben.

Vorab mündliche Einweisung



Der Zeuge leitete als Vorarbeiter einen weiteren Monteur-Trupp, der in etwa 400 Metern Entfernung an der gleichen Leitung eingesetzt war. Seinen Angaben zufolge bekamen er und seine Männer zur Orientierung vorab eine mündliche Einweisung. Außerdem hatten sie Pläne, und sie konnten nach den Schildern schauen, die im 50-Meter-Abstand die Pipelines kennzeichnen. Direkt auf dem Metall hingegen hätten BASF-Meister lediglich mit ihrem Namenskürzel die Bohrstellen abgezeichnet, mit denen jeweils vorab kontrolliert wurde, ob noch Stoff in einem zu zerlegenden Rohr gab.

Mittlerweile werden Leitungen anders markiert



Weitere Markierungen für Arbeiten habe es hingegen grundsätzlich nicht gegeben. Andere Zeugen hingegen haben berichtet, dass zumindest an der eigentlichen Unglücksstelle weitere Hinweise aufgemalt worden waren. Spuren davon waren nach dem Flammeninferno aber nicht mehr zu finden. Mittlerweile werden bei der BASF zu bearbeitende Leitungen mit gut sichtbaren Banderolen markiert. Der Zeuge sagte dazu: „Das ist ´ne super Sache.“

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