Meinung Unverschämt und stur dazu
Herschbergs Bürgermeister Andreas Schneider hat seinen Gemeindearbeiter im Januar dorfweit als Faulenzer denunziert. Es obliegt der Justiz zu befinden, ob er sich damit strafbar gemacht hat.
Abgesehen davon hätte es Schneider nie zulassen dürfen, dass die Gäule so mit ihm durchgehen. Whatsapp und Facebook mögen dazu verleiten, einem losen Mundwerk freien Lauf zu lassen. Aber es geht einfach nicht an, dass ein Vorgesetzter einen Mitarbeiter vor aller Augen runtermacht. Das ist unverschämt, respektlos, unanständig – einfach unterirdisch.
Herschberger arbeitet seit 28 Jahren für Gemeinde
Der Betroffene arbeitet seit 28 Jahren bei Wind und Wetter für die Gemeinde, tadellos, einwandfrei. Nie gab es etwas auszusetzen, so eine frühere Bürgermeisterin. Das Schicksal hat den Arbeiter im Laufe der Jahre mit einer schweren Behinderung geschlagen. Und dann kommt der Bürgermeister daher und gefällt sich darin, diesen Mann zu demütigen. Das ist schwach. Noch schwächer ist es, dass Schneider es seit Januar nicht geschafft hat, seinen Fehler einzusehen und sich zu entschuldigen.
Hier geht’s zum Bericht über den Vorfall.
Und hier zu einem Porträt des Gastronomen.

