Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Jünger, weiblicher – die CDU hat viel vor

CDU-Chef Friedrich Merz nach seiner Rede.
CDU-Chef Friedrich Merz nach seiner Rede.

Auf ihrem Parteitag in Hannover treibt sie die Erneuerung voran, präsentiert sich aber auch als Regierungsalternative.

Ihrem Selbstverständnis nach ist die CDU eine Regierungspartei. Zeiten in der Opposition, wie derzeit im Bund, sind demnach Missgriffe eines gar nicht mehr so gütigen Schicksals.

Dieses Selbstverständnis und dieser Führungsanspruch zwingt die Partei dazu, in der Opposition zweigleisig zu fahren. Einerseits will sich die Union abseits der Regierungsverantwortung im Bund programmatisch erneuern. Die Partei will vor allem jünger, weiblicher, moderner, vielfältiger und attraktiver werden. Das will sie zwar schon lange. Aber Regierungsverantwortung und Corona haben in den vergangenen Jahren vieles gebremst.

Union wagt den Spagat

Zur Erneuerung stellt die Partei nun die Weichen mit Statutänderungen und umfangreichen Arbeiten am Grundsatzprogramm.

Anderseits muss sich die CDU inhaltlich und personell als Regierungsalternative darstellen. Gerade gegen Ende der Ära Merkel war die Union ausgezehrt und entkernt.

Der Spagat zwischen Erneuerung und Präsentation als Regierungsalternative ist der CDU auf ihrem Parteitag in Hannover bisher leidlich gelungen.

Der umfangreiche Antrag zum Klima und zur Energie ist ein Gegenentwurf zu dem, was die Bundesregierung mit ihren drei Entlastungspaketen angeboten hat. Unabhängig ob dieser Unionsantrag gefällt oder nicht: Er ist eine inhaltliche Alternative. Die Wähler haben die Möglichkeit zu wählen.

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