Zweibrücken Zur Sache: Durch Mörsbach und Käshofen legt Waerenskjold den Grundstein zum Trofeosieg
Spannend bis zur Zielgeraden war der Abstecher der Trofeo Saarland in die Pfalz. Nachdem unter anderem viermal der zwei Kilometer lange Anstieg von Kirrberg nach Mörsbach bewältigt war, gewann am Samstag der Norweger Sören Waerenskjold den Massenspurt in Homburg vor dem Deutschen Jakob Geßner und dem Franzosen Valentin Retailleau. Die Halbetappe führte über 79 Kilometer. Der bis dato Führende im Gesamtklassement, der Tscheche Karel Vacek, kam im Ziel mit dem Hauptfeld an und verteidigte, dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung das grüne Trikot des Gesamtführenden. Der Start der Etappe erfolgte am Samstag kurz nach zwölf Uhr am Christian-Weber-Platz in der Talstraße in Homburg. 109 Fahrer aus noch 21 Teams von ursprünglich 124 gestarteten Junioren gingen auf den hügeligen 20-Kilometer-Rundkurs. Vom Start weg Richtung Kirrberg, dann hoch nach Mörsbach, links ab nach Käshofen und dort wieder über die Landesgrenze hinab und zurück nach Homburg. Viermal war das Ganze bei nicht einfachen Witterungsverhältnissen, schwüler Hitze, zu bewältigen. Schon zu Beginn gab es immer wieder Ausreißversuche, doch es gelang keinem Fahrer oder einer Gruppe, sich entscheidend abzusetzen. Zunächst fuhren ein Belgier und ein Schwede etwas voraus, bei der ersten Zieldurchfahrt in Homburg hatten beide 15 Sekunden Vorsprung. In Runde zwei wurden sie gestellt und eine neunköpfige Ausreißergruppe konnte 22 Sekunden Vorsprung herausfahren. Der Franzose Retailleau, im Gesamtklassement auf Rang 19 liegend, war hier führend immer mit dabei, doch am Ende wurde er und seine anderen acht Mitausreißer vom Feld gestellt. Im Ziel landete der Franzose im Schlussspurt auf Rang drei. Etappensieger Waerenskjold und der Deutsche Jakob Geßner konnten im Finale mehr Energie freisetzen. Auf der dritten Runde gab es in Mörsbach eine Bergwertung, die sich der Luxemburger Gilles Kirch vor Jannis Peter (Deutschland) sicherte. Kirch, der am Freitag die Führung in der Bergwertung verloren hatte, holte sich in Mörsbach seine Führung im Klassement der Kletterer wieder zurück. Bei der dritten Zielpassage in Homburg gab es Sprint-Punkte. Auf der sehr kurzen Geraden in der Talstraße hatte der US-Amerikaner Kevin Vermaerke die schnellsten Beine. Er gewann den Sprint vor seinem Landsmann Sean Quinn und dem Luxemburger Nicolas Kess. Damit konnte Vermaerke das weiße Trikot als bester Sprinter am Samstag verteidigen. In der Mannschaftswertung lagen nach der Halbetappe die Norweger, auch dank Etappensieger Waerenskjold, in Führung. Eine Führung, die die Nordmänner auch nicht mehr abgaben: Sie gewannen gestern die Gesamt-Teamwertung vor der deutschen Auswahl.
