Zweibrücken Norwegen stellt die Sieger der Trofeo Saarland

Der Vorsprung auf der Zielgeraden in Bliesdalheim gestattete eine Siegerpose: Der US-Amerikaner Quinn Simmons gewann gestern nac
Der Vorsprung auf der Zielgeraden in Bliesdalheim gestattete eine Siegerpose: Der US-Amerikaner Quinn Simmons gewann gestern nach 120 Kilometern die Schlussetappe der Trofeo Saarland.

«BLIESDALHEIM.»Der Norweger Sören Waerenskjold ist Gesamtsieger des Junioren-Weltcup-Etappenrennens LVM Saarland Trofeo 2018. Auf der Abschlussetappe gestern, einem Rundkurs von Niedergailbach zum Ziel in Bliesdalheim, verwies er den bislang führenden Tschechen Karel Vacek in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz. Dritter des Schlussklassements wurde Waerenskjolds Teamkollege Ludvig Fischer Aasheim. Den Etappensieg holte sich nach 120,3 Kilometern der US-Amerikaner Quinn Simmons vor Waerenskjold und dem Italiener Gabriele Matteucci.

Wenn ein Japaner in einem Vorgarten im Bliesgau sitzt, muss das nicht auf den Betriebsausflug einer in Zweibrücken ansässigen Baumaschinenfabrik schließen lassen. Im vorliegenden Fall handelte es sich um ein ausgepumptes Mitglied des japanischen Junioren-Teams. Die drückende Hitze brachte sämtliche Trofeo-Teilnehmer gestern, wie an den drei Tagen zuvor, in Verbindung mit der enormen Rennintensität an ihre Leistungsgrenzen. „Es war wirklich hart“, beschrieb der Gesamtsieger Sören Waerenskjold den Ritt, gestern saß er noch mal zwei Stunden, 42 Minuten und 31 Sekunden im Sattel. Die Strecke sei wegen der schmalen Straßen auch technisch sehr anspruchsvoll gewesen. Waerenskjold, der im Vorjahr Zehnter der Gesamtwertung und Erster bei den jungen Jahrgängen wurde, war seit Donnerstag insgesamt 10:28:33 Stunden unterwegs. Als Lohn dafür durfte er sich auf dem Podest die norwegische Nationalhymne anhören und einen Pokal in Empfang nehmen. „Ich hatte leichte Magenbeschwerden“, erzählte Waerenskjold, auch sein Kreislauf habe ihm etwas zu schaffen gemacht. Unmittelbar nach dem Zieleinlauf suchte er erst mal den Schatten auf. Wesentlich größere Probleme hatte ein Fahrer des US-Teams. Kurz vor dem Ziel gestürzt, musste der Amerikaner den Rettungshubschrauber in Anspruch nehmen. Rennkommissär Albert Müller (Contwig) musste von einem ähnlichen Vorfall bei der dritten Etappe berichten. Ein Fahrer zog sich Gesichtsverletzungen zu, auch hier wurde die Luftrettung in Anspruch genommen. „Wir haben das Rennen dann neutralisiert, die fünf Fahrer, die vorne lagen, wurden alle mit derselben Zeit gewertet“, so Müller. Alles in allem sei bei dem Weltcup-Rennen aber wenig passiert. Müller nahm gestern etliche Abschiedsgrüße der Marke „Tschüss, war super“ entgegen. Besonders super lief der Tag für den US-Boy Quinn Simmons. Er hatte die richtige Taktik gewählt. Schon nach dem ersten Drittel des Rennens hatte sich ein Sextett abgesetzt. Die beiden Dänen Viktor Fuhrmann und Juel Skivild, der Deutsche Alexander Heiduk, der Brite Max Rushby, der Holländer Tim Marsmann und eben Quinn Simmons fuhren dem Feld davon. Der Vorsprung betrug nach der fünften von neun Zielpassagen 1:10 Minute. Nach und nach schmolz er dann. Als es in die letzte Runde ging, spürten die schnellen Sechs bei 25 Sekunden Vorsprung die Verfolger praktisch schon. Auf den letzten 2000 Metern setzte sich Simmons dann ab. Er gewann damit auch das Sprintertrikot. Bester Deutscher vor der Abschlussetappe war Pirmin Benz als Fünfter der Gesamtwertung. Am Samstagabend belegte er im Zeitfahren über 13,9 Kilometer den neunten Platz, der 17-Jährige hatte dabei 24 Sekunden Rückstand auf den Gewinner Ludvig Fischer Aasheim aus Norwegen. Die zweite Etappe am Freitag von Ormesheim nach Altheim hatte Benz gewonnen, im Gesamtklassement betrug sein Rückstand auf den da noch führenden Tschechen Karel Vacek 28 Sekunden. Gestern kam er als 25. ins Ziel, konnte seinen fünften Platz im Gesamtklassement halten. Als beste Tagesmannschaft wurde das US-Team ausgezeichnet, beste Gesamtmannschaft wurde Norwegen, vor der deutschen Juniorenauswahl. Sieger der Bergwertung wurde der Luxemburger Gilles Kirsch. Sport

So sehen Sieger (auch mal) aus: völlig erschöpft der Gesamtsieger, der Norweger Sören Waeenskjold. Gleich darauf ging’s wieder.
So sehen Sieger (auch mal) aus: völlig erschöpft der Gesamtsieger, der Norweger Sören Waeenskjold. Gleich darauf ging’s wieder.
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