Zweibrücken
Wer von der A8 abfährt, soll in Bubenhausen Vorfahrt haben
An der Idee, die Vorfahrtsregelung an der Einmündung vom Unteren Hornbachstaden in die Lanzstraße zu ändern, hält die Stadt fest. Allerdings wurden die ursprünglichen Pläne geändert, und es soll zunächst eine Testphase geben. Der Bauausschuss hatte die Entscheidung Mitte Februar vertagt, um zuvor noch einmal die Bubenhauser zu informieren und deren Meinung zu hören. Diese Bürgerversammlung war am 27. Februar, am Dienstag tagt der Bauausschuss erneut – ab 17 Uhr im Ratssaal.
Soll sieht der neue Plan aus
Ziel ist es, vor allem den Schwerlastverkehr von Bubenhausen fernzuhalten und die Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Der Entwurf des UBZ sieht auch vor, Teile der Friedrich-Ebert-Straße ab dem ASB-Haus durch Pflaster und Bäume zu verengen und so die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt zu drosseln. Als erstes soll jedoch die Vorfahrtsregelung an der Einmündung des Unteren Hornbachstaden in die Lanzstraße geändert werden. Geplant ist eine abknickende Vorfahrt von der Autobahnabfahrt her in Richtung Kinokreisel. Wer vom Wolfsloch her kommt oder vom Kreisel in Richtung Wolfsloch fährt, muss warten. Die Einmündung soll Querungshilfen für Fußgänger bekommen, neue Markierungen und gepflasterte Teilflächen.
Der Bauausschuss hatte jedoch Bedenken wegen der Pläne: Radfahrer müssten künftig auf den Verkehr aus Richtung Autobahn achten, zu Stoßzeiten könnte es Rückstaus bis zum Kinokreisel geben, die gepflasterten Flächen könnten Lärm verursachen, und die Fahrzeuge der Rettungsleitstelle könnten an einer schnellen Ausfahrt gehindert werden. Aufgrund dieser Kritikpunkte wurde die Planung zusammen mit dem UBZ und dem Radverkehrsbeauftragten Lars Danzenbächer überarbeitet. Der Kurvenradius wurde geändert, außerdem sind nun Radspuren geplant.
Das hat die Stadt nun vor
Trotz der geänderten Planung gab es in der Bürgerversammlung am 27. Februar noch Bedenken, vor allem wegen eines Rückstaus in Richtung Kinokreisel wie auch in die Gegenrichtung. Vertreter des ASB hatten Zweifel, dass die Planung das Problem der starken Verkehrsbelastung nicht löse, sondern Einsatzfahrzeuge des ASB beim Ausrücken blockiere. Aufgrund dieser Befürchtungen wurde vorgeschlagen, „die geänderte Verkehrsführung zunächst im Rahmen einer kostengünstig umzusetzenden Testphase in Form von Markierung und Beschilderung auszuprobieren“, wie es in der Vorlage zur Ausschusssitzung am Dienstag heißt. Ergänzend sind Verkehrszählungen geplant. Voraussetzung ist, dass der Bauausschuss nun zustimmt. Das empfiehlt die Stadt. In der Vorlage heißt es auch: „Trotz der Kritikpunkte besteht bei der Mehrheit der Teilnehmenden an der Bürgerversammlung weiterhin grundsätzlich der Wunsch nach einer verkehrlichen Entlastung und Aufwertung der Ortsmitte von Bubenhausen.“