Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Engere Straße soll große Laster aus Bubenhausen fernhalten

Zuerst würde die Vorfahrtsregelung an der Einmündung des Unteren Hornbachstaden in die Lanzstraße geändert.
Zuerst würde die Vorfahrtsregelung an der Einmündung des Unteren Hornbachstaden in die Lanzstraße geändert.

Die Stadt möchte vor allem den Schwerlastverkehr aus Bubenhausen raushaben. Es gibt eine Idee, wie das gelingen könnte. Aber zuerst sollen die Bubenhauser gefragt werden.

Die Ortsdurchfahrt von Bubenhausen soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Vor allem die großen Lastwagen sollen aus der Friedrich-Ebert-Straße raus. Steffen Mannschatz vom Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) stellte dem Bauausschuss am Dienstag einen Entwurf vor, wie das gelingen könnte. Der Ausschuss wollte aber noch nicht zustimmen. Erst sollen noch einmal die Bubenhauser gefragt werden.

Der Entwurf des UBZ sieht vor, Teile der Friedrich-Ebert-Straße ab dem ASB-Haus durch Pflaster und Bäume zu verengen und so die Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt zu drosseln. Als erstes soll die Vorfahrtsregelung an der Einmündung des Unteren Hornbachstaden in die Lanzstraße geändert werden. Von der Autobahnabfahrt her soll die Vorfahrt in Richtung Kinokreisel abknicken. Dafür bekäme die Einmündung Querungshilfen für Fußgänger, es würden neue Markierungen eingezeichnet, und Teilflächen würden gepflastert. Der Bauausschuss sollte zunächst nur über diesen Bereich abstimmen, noch nicht über die Ortsmitte, vertagte diese Entscheidung aber.

Versammlung für Ende Februar geplant

Zur Verkehrsberuhigung von Bubenhausen hat es laut Steffen Mannschatz bereits Einwohnerversammlungen gegeben, aber Rolf Franzen (CDU) schlug vor, die Bubenhauser noch einmal zu fragen, was sie von den Plänen halten. Wie Oberbürgermeister Marold Wosnitza nach der Sitzung mitteilte, ist diese Versammlung für Donnerstag, 27. Februar, 18 Uhr, im ASB-Haus geplant.

Zuvor hatte der Ausschuss länger über die Pläne diskutiert. Kurt Dettweiler und Ulrich Schüler (beide FWG) hatten große Bedenken, dass eine geänderte Vorfahrt viel bringt. „Ich grübel’ schon die ganze Zeit, was das für einen Nutzen bringen soll“, sagte Schüler. Der Zweibrücker Radverkehrsbeauftragte Lars Danzenbächer und sein Stellvertreter und Ausschussmitglied Klaus Fuhrmann (SPD) kritisierten, dass die Radfahrer nicht berücksichtigt worden seien. Wenn sie vom Kinokreisel her kommen, müssten sie künftig entweder auf den abknickenden Vorfahrtsverkehr achten oder ihr Fahrrad über die Querungshilfe schieben.

Verkehr soll Gottlieb-Daimler-Straße nutzen

Den Gesamtplan, Bubenhausen vom Verkehr zu entlasten, hielt Norbert Pohlmann (Grüne) für richtig. Das werde nicht einfach, aber der Vorschlag sei nicht verkehrt. Auch Thomas Eckerlein (CDU), dessen Schreinerei im Hornbachstaden liegt, sprach sich dafür aus, Bubenhausen vom Verkehr zu befreien. Er hielt die vorgeschlagene neue Verkehrsführung für geeignet, um den Verkehr in die Gottlieb-Daimler-Straße, die sogenannte Südtangente, zu leiten: „Viele nutzen die Südtangente nicht.“

Rolf Franzen (CDU) befürchtete, dass Autos, die über das Pflaster rollen, zu laut sein könnten. Er erinnerte daran, dass Käshofen einst in der Höhenstraße auch gepflasterte Streifen hatte, die mittlerweile entfernt wurden. Franzen hatte weitere Bedenken: Wenn Busse oder Laster über die Pflastersteine fahren, würden sich die Steine verschieben wie am Schlossplatz. An den vorgesehenen Engstellen befürchtete er einen Stop-and-go-Verkehr, und die Rettungswagen des ASB seien darauf angewiesen, „auch mal relativ flott rauszufahren“. Franzen hielt die Pläne für problematisch, „aber wenn alle Bubenhauser sagen, ,Jawoll, das ist toll’, bin ich auch bereit, das mitzutragen“. Auch Anne Oberle (FDP) sprach sich für eine Bürgerversammlung aus. Gegen die Stimme von Klaus-Peter Schmidt (AfD) entschied der Ausschuss, die Entscheidung noch mal zu vertagen.

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