Zweibrücken
Stichwahl am Sonntag: Über 5000 Zweibrücker haben bereits abgestimmt
[aktualisiert Freitag, 12:23 Uhr] 26.116 Zweibrücker dürfen am Sonntag bei der Stichwahl den Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin wählen. Das ist der Stand vom Donnerstag. Bis dahin hatten nach Auskunft der Stadt etwa 7150 Wahlberechtigte die Briefwahl beantragt. Drei Viertel von diesen – über 5300 – haben die Unterlagen auch schon abgegeben. Das bedeutet: Ein Fünftel der Zweibrücker hat bereits gewählt. Damit ist der Rücklauf im Vergleich zum ersten Wahlgang am 22. März sehr ähnlich. Rückschlüsse auf die Wahlbeteiligung am Sonntag ließen sich daraus aber nicht ziehen, antwortet Stadtsprecher Jens John auf Anfrage der RHEINPFALZ. Im März gaben gut 15.000 Zweibrücker ihre Stimme ab. Geht man nicht von der Anzahl der Wahlberechtigten aus, sondern von der Anzahl der tatsächlichen Wähler, hieße das: Über ein Drittel hat bereits abgestimmt.
Jetzt keine Briefwahlstimmen mehr abschicken
Wer noch Briefwahlunterlagen zuhause hat, sollte sie nicht mehr mit der Post schicken. Die Gefahr ist zu groß, dass sie nicht mehr rechtzeitig ankommen und deshalb am Sonntag nicht gezählt werden. Man kann sie aber bis Sonntag, 18 Uhr, in den Wahlbriefkasten am Rathaus in der Uhlandstraße werfen oder sie bei den zuständigen Briefwahlvorständen im Hofenfels-Gymnasium abgeben. Dort wird die Briefwahl fürs gesamte Stadtgebiet ausgezählt. 13 Briefwahlvorsteher und Stellvertreter plus zwei Mitarbeiterinnen, zuständig für die Organisation und Rückfragen, nehmen Briefwahlstimmen entgegen. Wer noch keine Briefwahlunterlagen hat und am Sonntag plötzlich krank wird oder aus anderen Gründen kurzfristig nicht ins Wahllokal kommen kann, kann noch am Wahltag bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen bekommen – muss dann aber ein Attest vorlegen oder nachweisen, warum er unvorhergesehen verhindert ist.
Für die Stichwahl wurden keine neuen Wahlbenachrichtigungen verschickt. Darauf wies die Stadt am Freitag hin. Die für den 22. März versandten Wahlbenachrichtigungen behalten für die Stichwahl ihre Gültigkeit. Wer seine nicht mehr hat, kann dennoch problemlos an der Wahl teilnehmen. In diesem Fall sollte man den Personalausweis mit ins Wahllokal bringen. Die Wähler geben ihre Stimme im selben Urnenwahllokal ab wie am 22. März.
Auch Briefwahl wird erst ab 18 Uhr ausgezählt
Die Briefwahl wird zwar gesammelt im Hofenfels-Gymnasium ausgezählt, aber danach den einzelnen Stadtteilen zugeordnet. Auch die Briefwahl wird erst ab 18 Uhr ausgezählt. Vorher werden aber die Briefwahlunterlagen auf ihre Gültigkeit hin geprüft: Ist ein Wahlschein vorhanden? Ist dieser unterschrieben und gültig? Ist ein Stimmzettelumschlag vorhanden? Wenn die Briefwahl gültig ist, wird der verschlossene Stimmzettelumschlag in die Urne geworfen. Diese Umschläge dürfen wie in den Urnenwahllokalen erst ab 18 Uhr geöffnet und ausgezählt werden. Weil bei einigen Briefwahllokalen eine hohe Anzahl an Stimmen auszuzählen ist, kann es sein, dass diese Ergebnisse etwas später vorliegen als die Ergebnisse aus den Wahllokalen vor Ort.
Sollte es keine Probleme beim Auszählen geben, könnte das vorläufige Endergebnis gegen 19 Uhr feststehen. In der Stichwahl stehen sich Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) und die Beigeordnete Christina Rauch (CDU) gegenüber. Wosnitza hatte im ersten Wahlgang 42,7 Prozent der Stimmen bekommen, Rauch 30,5 Prozent. Christian Hofer (AfD, 20,7 Prozent) und Atilla Eren (parteilos, 6 Prozent) schieden aus dem Rennen aus. Die Wahlbeteiligung lag im ersten Wahlgang bei 60 Prozent. 15.652 von damals 26.093 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.
