Meinung Stadtfinanzen: Crash-Diäten bringen (fast) nichts

Haben oder nicht haben? Um Cent-Beträge geht es bei Zweibrückens Finanzen nicht.
Haben oder nicht haben? Um Cent-Beträge geht es bei Zweibrückens Finanzen nicht.

Für seine Teil-Entschuldung hat Zweibrücken gehungert. Jetzt zeigt sich: Zum Überleben reicht das nicht.

Schon die Notwendigkeit, die Stadtkasse über einen im November gezimmerten Nachtragshaushalt zu retten, hat es gezeigt: Um Zweibrückens Finanzen steht es nach wie vor nicht gut. Die Vorzeichen haben gewechselt. Aus plus wird minus. Dahinter: Millionenbeträge. Klar, die Entlastung um 132 Millionen Euro Schulden, für deren Kredite monatlich (!) 200.000 Euro Zinsen zu zahlen waren, hilft. Aber schon im ersten Jahr stimmten Leistung und Gegenleistung nicht. Zweibrücken schaffte es 2024 und schafft es 2025 nicht, die eigenen Schritte zur Restschulden-Tilgung zu gehen. 1,3 Millionen Euro jährlich waren vereinbart. Trippelschritte bis ins Jahr 2053. Das wird nichts.

Es zeigt sich: Der Crash-Diät der Jahre 2022, 2023 und 2024 folgt nun der Jo-Jo-Effekt. Die Diät diente dem Zweck, am Entschuldungsprogramm teilnehmen zu können. Der Abgemagerte kann aber so nicht überleben. Er muss essen – nicht völlern! –, um kraftvoll seiner Arbeit nachgehen zu können. Das genau gilt es jetzt der Kommunalaufsicht zu vermitteln. Eine denkbar schwere Aufgabe für Bürgermeister Christian Gauf, den städtischen Finanzdezernenten, und die neue Kämmerin Monika Urbatsch. Und den ganzen, in der Verantwortung stehenden Stadtrat. Glück auf!

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