Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Sandbienen krabbeln im Garten summend aus Erdlöchern

Tausende Sandbienen schwirren in Gerhard Burkeis Garten über der Grasnarbe.
Tausende Sandbienen schwirren in Gerhard Burkeis Garten über der Grasnarbe.

Seit Donnerstag schwirren Tausende Sandbienen auf Gerhard Burkeis Grundstück in Rimschweiler über den Rasen. „Die sind harmlos“, sagt er: „Man kann barfuß über den Rasen laufen, die stechen nicht.“

Das Spektakel wiederholt sich jedes Jahr. Etwa vor fünf Jahren hat er das Summen und Schwirren bei sich daheim zum ersten Mal bemerkt. Er weiß, dass das Schauspiel nie lange dauert. „Das geht vielleicht zwei Wochen so, dann ist wieder Ruhe, als wäre nie etwas gewesen“, hat der Ruheständler beobachtet. Laut Burkei sind hier jedes Mal Männchen verschiedener Sandbienenarten am Werk, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Von der Wärme aus ihren unterirdischen Bauten gelockt, schlüpfen die Sandbienen gern alle am selben Tag aus den Erdnestern, die ihre Mütter im Vorjahr für sie gebaut haben. Die weiblichen Sandbienen haben zwar einen Stachel. Der ist aber zu weich, um die menschliche Haut zu durchdringen.

Haben sich die Bienen gepaart, sterben die Männchen ab. Die Weibchen hingegen bauen Erdnester. Sandbienen schwärmen in zwei Generationen pro Jahr, und zwar die Männchen von Mitte März und die Weibchen von Anfang April bis Ende Mai sowie von Ende Juli bis in den September hinein. Gerhard Burkei sind Sandbienen ausschließlich auf seinem und dem direkt angrenzenden Nachbargrundstück bekannt.

Dem Fernsehteam bleibt nur sehr wenig Zeit

Voriges Jahr hatte der Naturliebhaber dem Südwestrundfunk (SWR) seine Sandbienen als Thema für eines der kurzen Wetterfilmchen vorgeschlagen, wie sie in der Landesschau gesendet werden. Darin werden Wetter-, aber auch Naturphänomene angesprochen. „Vergangenes Jahr wurde es nichts“, erinnert er sich: „Bis der SWR sein Team zusammengestellt hatte, war die kurze Bienensaison schon vorbei.“ Daher probiert er es in diesem Jahr noch einmal. Eventuell kommt diese Woche ein Team vorbei, um die Insekten zu filmen. „Aber jetzt ist ja wieder schlechtes Wetter gemeldet“, befürchtet Burkei, dass die Bedingungen erneut nicht ideal sind.

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