Kommentar
Rieschweiler: Prellballer geben mit Initiative ein gutes Beispiel
Es gibt nicht nur immer weniger Sportler, sondern auch immer weniger Menschen, die sich auf der Führungsebene von Vereinen engagieren wollen. Und das, obwohl so eine Aufgabe sehr bereichernd sein kann. Ein stressiges Berufsleben mag ein Grund sein, oder es passt nicht in die Work-Life-Balance des einzelnen. Oder auch das Gewaltige der Aufgabe schreckt ab, das in nicht wenigen Klubs Ehrenamtliche mit gehäuften Ämtern in Personalunion über Jahrzehnte vorgelebt haben.
Die Prellballer des TV Rieschweiler haben das erkannt. Sie haben auch nicht abgewartet, sondern den Zeitpunkt selbst mutig gewählt, wann sie sich verändern wollten. Sie haben sich außerdem im Vorfeld intensiv Gedanken darüber gemacht, wie die neue Struktur aussehen soll. Eine wichtige Erkenntnis: Die Aufgaben müssen auf viele Schultern verteilt werden. Menschen sind heutzutage eher bereit, eine kleine Aufgabe als gleich einen ganzen Großverein zu übernehmen. Auf diese Weise muss sich niemand überfordert fühlen. Und siehe da: Es fanden sich schnell Mitstreiter. Nach einer eingeplanten Übergangsphase funktioniert das neue Konzept nun prima. Ein gutes Beispiel!
Wie es zur Neuausrichtung der Abteilung gekommen ist, lesen Sie hier.
