Zweibrücken
Outlet soll Luxusmarken anbieten, aber keine Bücher und CDs
Das Outlet möchte anbauen und von 21.000 Quadratmetern auf knapp 30.000 Quadratmeter wachsen. Dem stimmte der Bauausschuss am Dienstag zu – unter drei Voraussetzungen. Die erste: Danach ist Schluss. Oder wie es in der Vorlage heißt: „Weitere Stufen der Erweiterung werden für die Zukunft ausgeschlossen.“ Zweite Voraussetzung: Die neuen Läden decken sich weitgehend mit dem bisherigen Sortiment. Bücher- und CD-Läden sind beispielsweise ausgeschlossen. Drittens: Die neuen Läden konzentrieren sich „auf ein hochpreisiges Luxussegment“. Das soll vor allem verhindern, dass die Innenstädte Zweibrückens und der Nachbarn weiter getroffen werden. Dass das in der Vergangenheit geschehen ist, daran ließ Norbert Pohlmann (Grüne) keine Zweifel: „Das Outlet hatte erhebliche Auswirkungen auf die Innenstadt. Was kaputtgehen konnte, ist kaputtgegangen. Die Erweiterung wird daran nichts ändern, weder negativ noch positiv. Anders hätten wir da auch ein Problem.“
Nicht nur Schuhläden
Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza (SPD) sagte in der Sitzung, dass die Planungsgemeinschaft Westpfalz ursprünglich gegen die Erweiterung gewesen sei. Landrätin Susanne Ganster und ihm sei es aber gelungen, die Behörde in Kaiserslautern durch die Auflagen umzustimmen. Was ebenfalls gelten soll: Das Sortiment soll nicht zu einheitlich werden. Wosnitza erläuterte, dass es derzeit möglich sei, im Outlet nur Schuhläden zu haben. Künftig soll festgelegt sein, dass das Sortiment durchmischt sein muss. Auf der neuen Fläche können sich Läden problemlos ansiedeln, wenn ihr Sortiment erlaubt und noch nicht auf der bisherigen Fläche vorhanden ist. Ein neuer Schuhladen dagegen dürfte erst öffnen, wenn ein anderer Schuhladen auf der bisherigen Fläche schließt, erläuterte der OB.
Auf Norbert Pohlmanns Einwand, „das Konzept, Kunden aus Hunderten von Kilometern anzulocken kann keine Zukunft haben“, erwiderte Wosnitza: „Ab 14. Mai 2025 fährt die S-Bahn.“