kommentar Noch nicht das Ende der Fahnenstange
Nach der Wolf’schen Pizza- und Nudelbude hat es jetzt auch den bunten Wagen mit veganen Speisen erwischt. Mindestlohn, Energie- und Rohstoffpreise brechen den Kleinen das Genick. Und nicht nur den Kleinen. Denn bei diesen beiden Schließungen in der Zweibrücker Gastronomie wird es nicht bleiben. Die Menschen sparen nach angekündigten Erhöhungen bei Strom, Gas und jetzt auch noch Abwasserkosten zuerst beim Ausgehen und beim Essen. Das dürfte für die übrig gebliebenen Zweibrücker Lokale, die sich teilweise mit Ach und Krach durch die Coronazeit gehangelt haben, eine weitere starke Belastung werden, die nicht alle überleben werden. Zweibrücken wird sich mit weniger gastronomischer Auswahl abfinden müssen. Teilweise sind die Zweibrücker aber auch selbst schuld: Die geringe Kaufkraft, oder besser Kauflust, ist nicht nur bei Gastronomen legendär. Viktor Krieg, der den Genussladen in der Fußgängerzone betrieb, kann genauso ein Lied davon singen wie die Besitzerin des Dekoladens in der Mühlgasse.
