Winterbach Nicht alle Ideen für das ehemalige Sportgelände in Winterbach sind umsetzbar

Die Helfer (von links) Karl Neufang und Hans Schneble bei den Pflegearbeiten am ehemaligen Sportheim.
Die Helfer (von links) Karl Neufang und Hans Schneble bei den Pflegearbeiten am ehemaligen Sportheim.

Das ehemalige Sportheim wird zu einem Mehrgenerationenhaus umgestaltet. Für die Nutzung des Geländes gibt es viele Ideen – nicht alle sind jedoch machbar.

Das ehemalige Spielfeld des Fußballclubs Winterbach würde sich auch für Wohnmobilstellplätze und vermutlich teilweise für einen Mehrgenerationenplatz eignen. Diese sinnvolle Mischnutzung erfahre jedoch schon früh rechtliche Hürden und Hindernisse, die mutlos machten, erklärte Winterbachs Ortsbürgermeister Andreas Weizel.

Aus dem Rat kam die Idee, auf dem Sportplatzgelände zunächst einen einfachen Wohnmobilstellplatz zu errichten und klein zu beginnen, um Erfahrung zu sammeln. Wäre das Angebot der Freizeitgestaltung im Winterbacher Tal entsprechend angenommen worden, hätte man weitere Entwicklungsschritte unternommen. Der Start sollte nicht mit großen Investitionen verbunden sein, sondern ein vorsichtiges Herantasten sein, um eine Pleite mit hohem Geldverlust zu vermeiden.

Bürokratische Hürden

Wie Weizel erklärte, spielten jedoch Baurecht und Umweltauflagen bei einem solchen Vorgehen nicht mit. Dabei seien die Bedingungen günstig: die Lage zwischen zwei Ortsteilen, wo die Entsorgung funktionieren würde, dazu Gastronomie in unmittelbarer Umgebung und abwechslungsreiche Ziele, die per E-Bike in Richtung Wiesbach, Zweibrücken oder im Wallhalbtal zu erreichen sind. Ferner befinde man sich nicht in einem Überschwemmungsgebiet und liege günstig an einer sicheren Straßenanbindung.

Die Gemeinde wird einen Bouleplatz anlegen, was der Rat bereits abgesegnet hat. Die Gemeinde will dafür 5000 Euro bereitstellen – aus Eigen- und Fördermittel des Regionalen Zukunftsprogramms Rheinland-Pfalz. Mit Eigenleistungen bei der Platzgestaltung soll das Projekt verwirklicht werden.

Gerüstet sein für einen Notfall

Das frühere Sportheim soll als Wärmeinsel dienen können. Die Gemeinde will für einen zivilen Notfall gerüstet sein und Vorsorge treffen, dass das Haus eine Grundausstattung hat, um einen Aufenthalt über Tage zu ermöglichen.

Der ehemalige Gastraum im Sportheim könnte nach der Sanierung auch für kleinere Familienfeiern in Anspruch genommen werden, so die Vorstellung im Rat. Für Vereinsfeste und gemeindliche Feiern könne das Mehrgenerationenhaus mit der nahen Halle des Bauhofes gut genutzt werden, finden Beigeordnete und Ortsbürgermeister.

Weitere Nutzungsideen

Im Raum steht bei Bedarf auch eine gelegentliche Nutzung durch die Dorfjugend. In einer Ratssitzung zur Übernahme der ehemaligen Liegenschaft von den Fußballern hatte der Beigeordnete Christoph Schwarz die Frage aufgeworfen, ob dort an einem bestimmten Wochentag ein Bäcker und ein Metzger ihre Waren verkaufen könnten. So könnte die Grundversorgung der Dorfbewohner verbessert werden.

Ortsbürgermeister Weizel zeigte sich glücklich, dass der erste Abschnitt der Grundsanierung mit den Handwerkern geklappt habe. Die Sanitärarbeiten seien bis auf eine noch nicht gelieferte Trennwand abgeschlossen. Die Heizung funktioniere und die Rohre für die Trinkwasserversorgung seien ausgetauscht worden. Die Türen und neue Fenster würden in einem nächsten Schritt noch eingebaut.

Im gerade beschlossenen Doppelhaushalt hat die Gemeinde noch Geld bereitgestellt, um weitere Arbeiten durchzuführen. Nun benötigt die Gemeinde aber einen Planer für die weitere Umgestaltung.

Vom Verein übernommen

Gebäude und Sportplatz befinden sich im Eigentum der Gemeinde. Mit dem Fußballverein wurde eine Vereinbarung getroffen, dass das Gelände dem Verein zur Nutzung zur Verfügung steht. Auch die Errichtung eines Gebäudes wurde genehmigt. In der Vereinssatzung ist geregelt, dass mit Ende des Spielbetriebs die Gemeinde wieder alleiniger Berechtigter für die weitere Nutzung ist; eine finanzielle Entschädigung kann nicht erfolgen. Der 1967 gegründete Fußballverein musste vor fast zehn Jahren den Spielbetrieb aufgeben, da aktive Fußballer fehlten.

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