Zweibrücken Metzger schlägt Himmelsbergstollen als Leuchtturmprojekt vor
Zweibrücken bekommt in den nächsten zwölf Jahren 30 Millionen Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes und dem „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“. Elisabeth Metzger (CDU) forderte vergangene Woche in der Sitzung des Stadtrats, dass das Geld nicht nur für Vorhaben verwendet wird, die sowieso im Haushalt vorgesehen sind. Stattdessen sollte die Stadt es auch für Dinge ausgeben, „die wir uns sonst nicht leisten könnten“, zum Beispiel „für touristische Leuchtturmprojekte wie den Himmelsbergstollen“. Sie griff damit einen Ausdruck von Ministerpräsident Alexander Schweitzer auf. Der hatte angekündigt, das Geld sei für Investitionen gedacht, „die Leuchtturmcharakter in den Regionen haben“. Der Himmelsbergstollen könne zudem als Schutzraum dienen, schlug Metzger vor.
Oberbürgermeister (OB) Marold Wosnitza erläuterte, dass der Stollen derzeit vermessen werde. Das sei „entscheidend für die Stabilität“. Zunächst müsse die Statik berechnet werden. Zudem werde geprüft, ob die Schäden in den Stollen darauf zurückzuführen sind, dass sie im Zweiten Weltkrieg als Schutzbunker genutzt wurden. Wenn dem so sei, müsse der Bund sowieso finanziell einspringen. Er verwies auch darauf, dass der Bund derzeit ein Schutzraumkonzept aufstelle. Das gelte es abzuwarten.