Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Himmelsbergstollen: Was sich demnächst dort tut

Die Feuchtigkeit muss hier raus. So lautet das Fazit von Archäologe Bernhard Häck in seinem Gutachten über den Himmelsbergstolle
Die Feuchtigkeit muss hier raus. So lautet das Fazit von Archäologe Bernhard Häck in seinem Gutachten über den Himmelsbergstollen.

Der Himmelbergstollen unter der Stadt ist einsturzgefährdet. So will die Stadt den Verfall aufhalten und das Wahrzeichen retten.

Vom Luftschutzbunker über die Veranstaltungshalle bis hin zum Museum für Touristen – die Ideen für die Nutzung des Himmelsbergstollens sind vielfältig. Doch ist es gefährlich, sich in den hohen Räumen unter der Stadt aufzuhalten. Steine können von den Decken fallen, Wände und Decke einstürzen. Das hat das Gutachten eines Archäologen ergeben, das im April dem Bauausschuss vorgestellt worden ist.

Aktuell ist es gefährlich, sich in den unterirdischen Räumen aufzuhalten.
Aktuell ist es gefährlich, sich in den unterirdischen Räumen aufzuhalten.

Das Ergebnis: Bevor die riesige Bunkeranlage für irgendeine Nutzung tauglich gemacht werden kann, muss sie erst vollständig vermessen und alle Gefahrenstellen müssen dokumentiert werden. Vorher aber muss laut Archäologen etwas gegen die hohe Luftfeuchtigkeit in den unterirdischen Räumen unternommen werden. Denn die schadet den Wänden und erhöht die Einsturzgefahr. Für mehr Luftzirkulation könnten Lüftungsschächte wieder aktiviert werden.

In den hohen Räumen herrscht 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das muss sich ändern.
In den hohen Räumen herrscht 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das muss sich ändern.

Da die Stadt zur Zeit der Vorstellung des Gutachtens keinen genehmigten Haushalt hatte und nur Ausgaben für die Pflichtausgaben tätigen durfte, lag das Projekt Himmelsbergstollen seither auf Eis. Da die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier am vergangenen Mittwoch den Haushalt genehmigt hat, kann die Stadt jetzt Maßnahmen für den Himmelsbergstollen in Angriff nehmen.

Wie sehen die nächsten Schritte also aus? „Wir müssen jede einzelne vorhandene Öffnung prüfen, inwieweit wir die Lüftung verbessern können und ob dies mit einem vertretbaren Aufwand geschehen kann“, antwortet Stadtsprecher Jens John auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Der Großteil der Schächte liege auf Privatgrundstücken. Die Stadt werde dort mit den Grundstückseigentümern entsprechend die möglichen Maßnahmen abstimmen.

Wie viel wird’s kosten? „Kosten können wir noch keine mitteilen, da es hier keine Standardlösungen gibt“, sagt John. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolge sukzessiv, sobald die jeweilige Ausführung klar ist. Einen genauen Zeitplan gebe es derzeit noch nicht.

x