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Lockt ein Michelin-Stern ins Restaurant?
„Für mich ist es Grund, in ein Restaurant zu gehen, wenn ich Empfehlungen habe oder weiß, dass es dort gut schmeckt“, sagt Angelika Seckinger aus Homburg.
Ein Stern muss es für sie aber nicht gleich sein. „Ich schätze eine gute Küche aber sehr“, stellt Angelika Seckinger klar. Die Homburger war schon in mehreren Sterne-Lokalen zu Gast, etwa bei Cliff Hämmerle in Webenheim. Im frischgebackenen südwestpfälzischen Sterne-Restaurant Borst in Maßweiler war sie bislang noch nicht. Fest steht für die Homburgerin und ihren Ehemann aber: Das Essen im Sternerestaurant ist etwas Besonderes.
Peter Aldorf aus Pirmasens geht in seiner Heimatstadt immer nur in ein Restaurant: den Hopfenspeicher. „Der ist sehr gut, auch wenn er keinen Stern hat.“ Im Restaurant Borst in Maßweiler war Peter Aldorf auch schon mal zu Gast, und vom Wiesbacher Hof schwärmt er auch. „Mir geht es beim Restaurant aber darum, dass es gut schmeckt, der Service stimmt und alles sauber ist“, fasst Aldorf zusammen.
„Ich habe etwas Erfahrung in Sachen Gastronomie. Ich habe über 30 Jahre lang Mineralwasser verkauft, dabei die Gastronomie und viele Lokale besucht“, erzählt Manfred Rosert aus Bruchmühlbach. In dieser Zeit habe er festgestellt, dass es Sterne-Restaurants gebe, die ihre Auszeichnung vollauf verdient haben. Es gebe aber auch welche, die überbewertet würden. „Es geht ja im Sterne-Restaurant nicht nur um den Zauber in der Küche. Sondern auch um das, was davor ist.“ Sei das Essen zwar gut, der Service aber eher nicht, könne ein Restaurant laut Rosert schnell schlecht sein. „Ein Sternekoch ist abhängig von seinen Mitarbeitern“, weiß er. Rosert selbst sucht mit seiner Frau vor allem Restaurants im Saarland auf. Zu besonderen Anlässen wie dem Hochzeitstag geht es dann auch mal in ein Sterne-Restaurant. „Dann lassen wir uns es gut gehen“, sagt Manfred Rosert und lächelt seine Frau an.
Der Zweibrücker Cedric Noé geht schlicht und einfach dort essen, wo es ihm am besten schmeckt. Als Lieblingsrestaurant in Zweibrücken nennt er das asiatische Lokal Ikigai in der Nähe des Schlossplatzes. „Die haben keinen Stern, ich gehe aber trotzdem gerne hin“, kommentiert Cedric Noé. Ob ein Stern wirklich ein Garant dafür ist, dass es in einem Laden schmeckt, will Noé nicht an jedem Restaurant festmachen. Wichtig ist für ihn, dass der Koch einen guten Job macht und das Ambiente stimmig und gemütlich ist.
„Ich gehe in erster Linie wirklich dorthin, wo es schmeckt“, sagt Dominik Klein. Der Blieskasteler sieht einen Besuch im Sterne-Restaurant als schöne Sache an, wenn sich die besondere Gelegenheit ergibt. Zum Restaurant Borst in Maßweiler geht Klein jedoch nicht. „Ich bin Vegetarier, der Herr Borst hat leider nur Fleisch“, findet er. Dafür hat er neulich Hämmerles Restaurant in Webenheim besucht. „Der Besuch im Sterne-Restaurant ist definitiv etwas Besonderes.“ Klein schätzt neben einem exklusiven Essen auch einen besonderen Service.
Nina Schantz war schon mal beim Restaurant Borst in Maßweiler essen, aber noch bevor dorthin ein Michelin-Stern vergeben wurde. Als weiteres Beispiel für ein hochrangiges Lokal nennt die Zweibrückerin das Restaurant Kunz in Winzeln. „Da waren wir auch schon öfter“, sagt Schantz. Ein Stern ist für Schantz aber kein Grund, ein Restaurant zu besuchen. „Ich lege Wert darauf, dass das Restaurant hier im Umkreis ist und die Qualität passt.“