Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Leichenfund: Polizisten suchen mit Sonden das Hornbach-Ufer ab

Ermittler der Polizei suchen auf dem Gelände des Anwesens in Bubenhausen nach Spuren.
Ermittler der Polizei suchen auf dem Gelände des Anwesens in Bubenhausen nach Spuren.

Nach dem Fund einer Toten in einem Keller im Stadtteil Bubenhausen setzt die Polizei ihre Ermittlungen fort. Einen Tatverdächtigen soll es nach wie vor nicht geben.

Im Fall um den Leichenfund von Bubenhausen hüllt sich die Polizei gegenüber der Öffentlichkeit weiterhin bedeckt. Während rund um den Ort des Geschehens in der Friedrich-Ebert-Straße in diesen Tagen rege Ermittlungstätigkeiten zu beobachten sind, möchte die Polizei derzeit keine neuen Erkenntnisse mitteilen.

Nachbarn hatten am späten Montagabend im Keller des Mehrfamilienhauses den Leichnam einer 33-jährigen Hausbewohnerin gefunden und die Polizei gerufen. Die Kriminalinspektion Kaiserslautern und die Zweibrücker Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen. Die Leiche, die inzwischen obduziert wurde, weist nach Angaben der Polizei Spuren von äußerer Gewaltanwendung auf; die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Kein Täterwissen verbreiten

„Wir haben nach wie vor keinen konkreten Tatverdächtigen“, sagte Polizeisprecherin Christiane Lautenschläger am Mittwoch auf Nachfrage der RHEINPFALZ. „Sollten wir demnächst einen Verdächtigen ermitteln, wäre es sehr schlecht, wenn wir vorab bereits Täterwissen in die Öffentlichkeit gebracht hätten. Informationen, die schon in der Zeitung gestanden haben, wären bei der Befragung eines Verdächtigen für unsere Ermittlungsarbeit verbrannt.“ Das Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern werde daher vorerst keine weiteren Einzelheiten zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt mehr kommunizieren. Nach RHEINPFALZ-Informationen ist das Haus von zwei Mietparteien bewohnt.

Spurensicherung vor Ort

Nachdem die Polizei am Dienstag in der Friedrich-Ebert-Straße schon tagsüber stundenlang vor Ort gewesen war, rückten am Abend erneut Streifenwagen in Bubenhausen an. Zu sehen war, wie die Ermittler aus einer der Hofgaragen hinter dem Haus, in dem man die tote Frau gefunden hatte, einen VW Golf mit Zweibrücker Kennzeichen sicherstellten. Zu diesem Zweck wurden drei Fahrzeuge eines Kaiserslauterer Abschleppdiensts mit Niederlassung in Zweibrücken herbeigerufen. Am Mittwochmorgen suchten Beamte von der Bereitschaftspolizei in dunkelblauen Uniformen sowie Mitarbeiter der Spurensicherung in weißen Overalls den Hof des Anwesens nach Spuren ab – vermutlich auch nach der Tatwaffe.

Polizeiautos halten in der Friedrich-Ebert-Straße vor Nachbarhäusern des Leichenfundorts, des Hauses rechts im Bild.
Polizeiautos halten in der Friedrich-Ebert-Straße vor Nachbarhäusern des Leichenfundorts, des Hauses rechts im Bild.

An den Ufern des Hornbachs auf der Überschwemmungsfläche hinter dem Haus suchten Polizisten mit Sonden den Boden ab. Vor Nachbarhäusern standen am Mittwochmittag mehrere Streifenwagen. Auf dem nahen Parkplatz des Discounters Netto parkten ein Polizeibus und ein Transporter vom Zweibrücker Ordnungsamt.

„Die Umstände und Abläufe des Vorfalls sind derzeit unklar und ebenso Gegenstand der Ermittlungen wie die Suche nach möglichen Tatverdächtigen. Nähere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen zum aktuellen Zeitpunkt nicht veröffentlicht werden“, hatte es am Dienstag geheißen. An diesem Informationsstand hält die Polizei bis auf Weiteres unverändert fest.

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