Pirmasens / Zweibrücken / Homburg Kirchenreform: Presbyterien befürchten Verlust von Einfluss und Geld

Die Kirchengemeinden und ihre Presbyterien wollen sich Gehör für ihre Warnungen verschaffen
Die Kirchengemeinden und ihre Presbyterien wollen sich Gehör für ihre Warnungen verschaffen

Die Initiative „Pro Presbyterium“ lädt für Donnerstag nach Pirmasens ein. Es geht um einschneidende Veränderungen, die die evangelische Landeskirche plant.

Die evangelische Kirche der Pfalz hat einen weitreichenden Reformprozess angestoßen, unter anderem soll die Kirchenverfassung verändert werden. Das Vorhaben stößt auf Widerstand, auch in der Südwestpfalz.

In der Initiative „Pro Presbyterium“ haben sich haupt- und ehrenamtliche Mitglieder aus Kirchengemeinden der Pfalz zusammengeschlossen. Ihre Sprecher sehen es kritisch, dass Befugnisse von den Kirchengemeinden und Presbyterien auf das geplante Großdekanat Pirmasens-Zweibrücken-Homburg verlagert werden sollen und die Gemeinden keine Eigentümer der Gebäude und Grundstücke mehr sein sollen. Rücklagen gingen in den Haushalt des Großdekanats über. Verträge, etwa mit Handwerkern oder Angestellten, könnten nicht mehr eigenständig abgeschlossen werden, warnt die Initiative.

Die von der Landeskirche vorgesehenen Regioteams, die mehrere Gemeinden betreuen sollen, werden auch kritisch gesehen. Laut Initiative ist unklar, wie die Zusammenarbeit zwischen den Teams und den so genannten Bezugspfarrern vor Ort aussehen soll. „Pro Presbyterium“ fordert, dass die Presbyterien ihr Mitspracherecht behalten und nicht auf rein organisatorische Aufgaben reduziert werden.

Presbyterien und Bezirkssynoden sind aufgefordert, sich schriftlich zu den geplanten Veränderungen zu äußern. Deshalb lädt die Initiative Hauptamtliche, Presbyter und Gemeindeglieder zu einem Informationsabend ein, am Donnerstag, 11. Juni, 19.30 Uhr, in der Pirmasenser Markuskirche, am Sommerwald 98. Dort werden die geplanten Veränderungen der Kirchenverfassung diskutiert. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Auswirkungen auf Gemeindeleben, Ehrenamt, Entscheidungsstrukturen und die künftige Gestalt kirchlicher Arbeit in Stadt und Dorf.

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