Zweibrücken Haushaltsdefizit: Diakonie warnt vor Kürzungen bei den Ärmsten

Das Zweibrücker Haus der Diakonie ist in der Wallstraße ansässig.
Das Zweibrücker Haus der Diakonie ist in der Wallstraße ansässig.

Als entscheidender Grund für das tiefe Zweibrücker Haushaltsloch werden hohe Sozialausgaben genannt. Die Diakonie reagiert und warnt davor, beim Sozialen zu sparen.

Die Landesbehörde ADD hat den Zweibrücker Haushaltsentwurf für 2025 abgelehnt. Denn der ist mit einem Minus von 27,5 Millionen Euro alles andere als ausgeglichen, was jedoch die Voraussetzung für eine Genehmigung gewesen wäre. Die Stadt führt das hohe Defizit entscheidend auf den Sozialetat zurück. Markus Carbon, Regionalleiter bei der Diakonie der Pfalz, warnt „,in dieser angespannten Lage nachdrücklich vor kurzfristigem Denken“. Denn die teuerste Sozialpolitik sei „jene, die nicht stattfindet“. Kurzfristige Einsparungen beim Sozialen seien „Scheinlösungen, die hohe Folgeschäden wirtschaftlicher, aber auch gesellschaftlicher Art nach sich ziehen werden“.

Würden „Unterstützungs- und Hilfsangebote sowie soziale Leistungen wie die Grundsicherung“ zurückgefahren, führe dies „zu Folgeschäden wie einem erhöhten Risiko von Obdachlosigkeit, Suchtproblematik oder Kriminalität“, was wiederum Polizei, Justiz und Gesundheitssystem belaste.

Folgen für Stadt und Region

Carbon sieht Kürzungen im Sozialetat als „signifikante Bedrohung für den sozialen Zusammenhalt und somit für die gesamte Gesellschaft“, als „fatale Entscheidung mit weitreichenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen für die Stadt und die Region“.

Am Mittwoch befasst sich der Zweibrücker Stadtrat erneut mit dem Haushalt 2025. Das Diakonische Werk Pfalz unterhält in der Pfalz und Saarpfalz rund 70 Beratungsstellen in eigener Trägerschaft.

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