Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Eishalle und World of Fun werden verkauft – Stadtrat stimmt zu

Die Besitzer wollen die Eishalle und das World of Fun verkaufen, beides aber weiter betreiben.
Die Besitzer wollen die Eishalle und das World of Fun verkaufen, beides aber weiter betreiben.

Die Zweibrücker Eishalle soll verkauft werden. Der Stadtrat hat einem Verkauf am Mittwoch zugestimmt. Für die Eisläufer dürfte sich erst mal nichts ändern.

Dass die Eishalle und das benachbarte World of Fun verkauft werden sollen, ist schon länger bekannt. Grundstück und Gebäude wurden Ende 2020 für gut vier Millionen Euro angeboten. Schon damals war der Plan, dass Heiko Doll und Claudia Winter, die Geschäftsführer der World of Fun Freizeitpark GmbH, Grundstück und Gebäude verkaufen, den Betrieb aber behalten. Daran hat sich nichts geändert, wie Heiko Doll am Donnerstag im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagte. Dass der Betrieb in den Händen der Freizeitpark GmbH bleibt, „das ist so vorgesehen“. Das sei auch eine Bedingung für den Verkauf, da die Freizeitmöglichkeiten erhalten bleiben sollen. Neben der Eishalle, die Freizeitläufer genauso nutzen wie die Eishockeyteams der Zweibrücker Hornets, gehört zu dem Komplex das World of Fun. Mit seinen Klettertürmen und ähnlichem ist es besonders bei Kindern beliebt und wird oft für Kindergeburtstage gebucht. Erwachsene finden dort einen Partyraum, Bowlingbahn und Schwarzlicht-Minigolf.

Viel gibt Heiko Doll derzeit nicht preis. Wann der Verkauf abgeschlossen sein soll, die Höhe des Kaufpreises und den Namen des Käufers, verrät er nicht. Es seien „noch ein paar Variablen offen“. Man sei dabei, nach und nach alle Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu gehörte auch, dass sich der Stadtrat mit dem Verkauf befasst. Im nicht-öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am Mittwoch sprach Heiko Doll zu den Ratsmitgliedern. Den Kaufpreis und den Namen des möglichen Käufers nannte er auch dort nicht. Er widersprach aber, wie im Gespräch mit der RHEINPFALZ, dass es sich dabei um einen Unternehmer aus Weinheim handele, der als Interessent genannt wird.

30 Jahre alter Vertrag läuft bald aus

Dass der Stadtrat überhaupt mit der Eishalle befasst ist, liegt an einem fast 30 Jahre alten Vertrag aus dem Jahr 1996. Weil das Land erheblich Geld in den Ausbau der Eishalle zu einem Freizeitzentrum auf dem Konversionsgelände investiert hatte, verpflichtete sich der damalige Eigentümer Aircity GmbH, die Halle dauerhaft zu betreiben. 2009 wurde der Vertrag geändert, und die sogenannte Ewigkeitsregelung wurde gestrichen. Gegen anfänglichen Widerstand aus dem Stadtrat wurde die Betreiberverpflichtung bis Ende 2026 vertraglich datiert. Dafür bekam die Stadt ein Rückkaufrecht und erklärte sich bereit, sollten nach Ablauf Betriebsverluste auftreten, einen Zuschuss zu zahlen. Die Stadt kann auch bei den Eintrittspreisen und den Öffnungszeiten mitreden.

Einig war sich der Stadtrat am Mittwoch nach Informationen der RHEINPFALZ nicht. Es gab Gegenstimmen und Enthaltungen. Die Mehrheit stimmte jedoch einem Verkauf zu. Die Stadt verzichtet auf ihr Vorkaufsrecht, auch weil sie sich die Eishalle vermutlich gar nicht leisten könnte und dürfte. Der bisherige Vertrag gilt aber weiter bis ins Jahr 2026. Danach kann er neu geschlossen werden.

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