Meinung Dieser Umgang mit Eliteeinheit ist Armutszeugnis für Bundeswehr
Die Duschen schimmeln, der Putz bröckelt, die Stuben sind viel zu klein. Mit diesen Problemen müssen sich die Soldaten in der Niederauerbach-Kaserne jeden Tag auseinandersetzen. Die Bundeswehr hat die Kaserne jahrelang vergammeln lassen. Hat die Probleme jahrelang ignoriert. Hat sich jahrelang kein bisschen darum geschert, wie es den Soldaten dort geht.
Dabei ist das Fallschirmjägerregiment 26, dessen größter Teil dort angesiedelt ist, von großer Bedeutung für die Bundeswehr. Mit seinen 1800 Soldaten ist es nicht nur eines der größten Regimenter Deutschlands. Die Fallschirmjäger gehören zum Elitebereich des Heeres, zu den am höchsten spezialisierten Kräften, die die Bundeswehr zu bieten hat. Sie sind Aushängeschild und Vorzeigetruppe. Sie haben Anerkennung und Wertschätzung verdient.
Stattdessen müssen sie in Zweibrücken hausen wie Penner. Leben unter Bedingungen, die krank machen und demotivieren, wo sie sich professionell auf hochgefährliche, anspruchsvolle Einsätze vorbereiten müssen.
So geht die Bundeswehr mit ihren besten Leuten um. So präsentiert sie sich als Arbeitgeber. Das ist keine gute Werbekampagne für Nachwuchs. Das ist ein abschreckendes Armutszeugnis.
