Kommentar Demonstrieren mit Kriegsbefürwortern: In schlechter Gesellschaft

Der Autokorso gegen Diskriminierung ist eine gute Idee, doch man sollte darauf achten, wer daran teilnimmt.
Der Autokorso gegen Diskriminierung ist eine gute Idee, doch man sollte darauf achten, wer daran teilnimmt.

Sich gegen jede Art von Diskriminierung zu positionieren, ist richtig und wichtig. Das mit offenkundigen Kriegsbefürwortern zu tun, nicht.

Es ist schlimm, was russischsprachige Mitbürger an Diskriminierung erfahren müssen. Niemand hat es verdient, aufgrund seiner Herkunft geächtet, beleidigt oder gar angegriffen zu werden. Nicht alle Russen befürworten Putins Krieg – ihnen muss unsere Solidarität gelten.

Aber: In der Ukraine findet keine „Spezialoperation“ statt. Es ist ein menschenverachtender Angriffskrieg, der die Machtgier und den Größenwahn Putins offenkundig zur Schau stellt und Millionen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingt.

Gemeinsam gegen Diskriminierung einzustehen, ist ein gutes Zeichen. Doch an der Seite von Kriegsbefürwortern befindet man sich in schlechter Gesellschaft – so schafft man keinen Frieden.

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