Zweibrücken und Contwig
Busfahrer streiken, weniger Schüler in den Schulen
Der Streik der Busfahrer sorgte am Donnerstag dafür, dass nicht wenige Schüler zu spät oder gar nicht in die Schule kamen. Wegen Corona sind die Klassen zurzeit eh nur halb besetzt, am Donnerstag waren die Reihen noch etwas lichter. Auch am Freitag soll gestreikt werden. Die Stadtverwaltung organisiert einen Notverkehr.
An der Gesamtschule in Contwig (IGS) fehlten am Donnerstag knapp 40 Schüler. Das berichtete Schulleiter Thorsten Höh. Er sagte, dass im Schnitt täglich zehn Schüler wegen Krankheit fehlen, so dass vermutlich um die 30 Schüler fehlten, weil kein Bus fuhr. Zudem seien mehr Schüler als sonst zu spät zum Unterricht gekommen, geschätzt zehn. Der Streik habe sich also schon ausgewirkt, „aber nicht ganz so dramatisch“. Höh erzählte, dass die Schule am Mittwochnachmittag erfahren habe, dass die Busfahrer am Donnerstag und Freitag streiken. Daraufhin habe man die Schulgemeinschaft sofort durch eine Nachricht auf der Homepage der Schule gewarnt. Nicht wenige Lehrer hätten zudem per Rundmail an die Eltern ihrer Klasse auf den bevorstehenden Ausstand hingewiesen. Infolge der Vorwarnung hätten sich viele Eltern entschieden, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren oder den Zug statt dem Bus zu wählen. Der Zug sei für alle Schüler aus Zweibrücken eine Alternative, um nach Contwig zu kommen. Laut Höh streikten nicht alle Busfahrer. Er berichtete, dass die Busse des Unternehmens Bandner ganz normal gefahren seien.
Am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium kamen gestern „einige Schüler zu spät oder gar nicht“, berichtete Schulleiter Jörg Neurohr der RHEINPFALZ. Die Situation sei allerdings „nicht dramatisch“ gewesen. In den meisten Fällen seien die Eltern als Fahrer eingesprungen.
Ähnlich die Situation am Helmholtz-Gymnasium: Es seien „kaum Schüler zu spät oder nicht erschienen“, hieß es aus der Schule. Wegen Corona fahren zurzeit eh weniger Schüler mit dem Bus als vor der Pandemie, weil sie sich vor Ansteckung schützen wollen, so die Beobachtung der Schule. Fahrrad, Elterntaxi oder die eigenen Füße sind die Alternativen.
An der Mannlich-Realschule plus fiel der Streik der Busfahrer schon ins Gewicht. „Geschätzt über zehn Prozent der Schüler, die da sein sollten, fehlten“, so Schulleiter Markus Meier, etwa 30 von 250. Wegen Corona sind die Klassen derzeit eh nur zur Hälfte oder einem Drittel besetzt. „Das fällt dann schon auf, wenn noch weniger da sind“, so der Schulleiter. Er hätte sich gewünscht, dass die Schule etwas früher vorgewarnt worden wäre. Dann hätte er die Schüler, Eltern und Lehrer noch vorab informieren können. Die Schule werde jedenfalls mit der Situation umgehen können. „Man muss zur Zeit eh ab- und zugeben.“ Sollte ein Schüler eine wichtige Klassenarbeit verpasst haben, werde sich eine Lösung im Sinne des Schülers finden, so Meier.
Die Busfahrer streiken auch am Freitag. In der Stadt Zweibrücken fahren keine Busse der Stadtbus GmbH. Die Stadtverwaltung hat deshalb einen Notfahrplan für den Überlandschülerverkehr erstellt. Dieser Notverkehr soll sicherstellen, dass Schüler von weiter weg in die Schule und wieder zurück kommen.

