Zweibrücken Anklage: Ehefrau aus Wut und Eifersucht getötet – Prozess beginnt

Die Tat geschah Anfang Dezember in Bubenhausen.
Die Tat geschah Anfang Dezember in Bubenhausen.

Im Dezember wurde in Bubenhausen die Leiche einer 33-Jährigen gefunden. Ab Montag steht der Ehemann vor Gericht. Die Anklage lautet auf Mord. Bis Mitte Juli sind zehn Verhandlungstage angesetzt.

Das Zweibrücker Landgericht und die Staatsanwaltschaft hatten Mitte Mai Details zur Anklage mitgeteilt. Die Frau war mit 16 Schnitt- und Stichverletzungen im Gesicht und am Hals getötet worden. Ihr Ehemann befindet sich seit Mitte Dezember in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, seine Ehefrau heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben. Sie geht deshalb von Mord aus.

Zum mutmaßlichen Tathergang und den möglichen Motiven schreibt die Staatsanwaltschaft: „Das spätere Tatopfer begab sich am Abend des 4. Dezember 2023 in die Kellerräume des gemeinsam bewohnten Anwesens. Der Angeschuldigte folgte seiner Ehefrau, griff sie gemäß seinem Tatplan überraschend von hinten an. Er schlug ihr mit einem Gegenstand derart heftig gegen den Kopf, dass sie wehrlos zu Boden fiel. Sodann versetzte er seiner Ehefrau mit einer unbekannten Tatwaffe mehrere Schnitt- und Stichverletzungen im Gesichts- und Halsbereich. Das Opfer verstarb unmittelbar aufgrund der Schwere der Verletzungen. Motiv für die Tat war vermutlich Wut und Eifersucht. Der Angeschuldigte hatte Kenntnis von einer Affäre seiner Ehefrau mit einem anderen Mann erlangt.“ Der Tatverdächtige habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Leitende Oberstaatsanwältin Iris Weingardt schreibt zum Hintergrund: „Wegen Mordes macht sich unter anderem strafbar, wer einen Menschen heimtückisch oder aus sonst niedrigen Beweggründen tötet. Das Strafgesetzbuch sieht für Mord die Verhängung lebenslanger Freiheitsstrafe vor. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage, wenn sie aufgrund der Ermittlungen zu dem Ergebnis gelangt, dass eine Verurteilung der Angeschuldigten wahrscheinlicher als ihr Freispruch ist.“ Dass der Ehemann angeklagt wird, muss nicht bedeuten, dass er die Tat begangen hat. Bis das Gericht ein Urteil gefällt hat, gilt er als unschuldig.

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