Speyer Zur Sache: Geschichte dreier Dörfer

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Eine interessante geschichtliche Vergangenheit haben sie alle drei, die seit 1969 zu „Römerberg“ vereinten Orte Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim. In einer Hinsicht liegt Berghausen in Führung: So heißen in Deutschland nicht weniger als 27 Dörfer und Städtchen. Heiligenstein ist noch einmal in Thüringen erwähnt, ferner in Österreich, im polnischen Ostpreußen und im Elsass, zudem heißen zwei österreichische Berge so. Mechtersheim dagegen scheint einmalig zu sein, namentlich auf jeden Fall. Wann diese Orte entstanden sind, ist etwas diffus – sie haben sich überwiegend aus bäuerlichen Gehöften entwickelt. Es fehlen mehr oder minder „amtliche“ Angaben. Einigermaßen sicher ist, dass diese Ansiedlungen im zwölften, dreizehnten Jahrhundert Gestalt annahmen. 1192 wird erstmals ein „Berchusen“ erwähnt, auf einer Urkunde erscheint 1249 zum ersten Mal die Bezeichnung „Berghausen“. Da ein „Berg“ auch damals nicht vorhanden war, ist damit wohl die Lage auf einem Steilufer-Stück des mäandernden Rheins gemeint (oder aber es ist ein Namenshinweis auf einen der ersten Bauern). Schon 1268 soll es eine Kapelle gegeben haben. Ob das 1190 erstmals erwähnte „Heiligsten“ dem heutigen Sinn entsprechend wörtlich zu nehmen war, ist zu bezweifeln. Freilich: In gewisser Weise heilig war es wohl dem Speyerer Domkapitel. Stand doch in der 1225 urkundlich zum ersten Mal „Heiligenstein“ genannten Ansiedlung der Zehnthof der hohen geistlichen Herrn aus der nahen Stadt. Dort hatten die Bauern den „Zehnt“ abzuliefern, ein Zehntel all ihrer auf Feldern, Bäumen und Höfen geernteten und hergestellten Erzeugnisse. Die Kirche zu Heiligenstein wurde in einer Urkunde des Klosters Eußerthal 1235 als „wohlwollend“ bezeichnet, denn sie betreute nicht nur das gläubige Volk im Dorf, sondern auch das ringsum. Heiligenstein war somit ein bedeutender Mittelpunkt. Was die erste urkundliche Erwähnung Mechtersheims betrifft: Hier finden sich die frühesten Spuren unter den Römerberger Ortsteilen. Ist doch bereits 1035 erwähnt, dass der Erzbischof von Mainz „den Brüdern der Kirche der Heiligen Maria zu Eußerthal ein Gut in Mechtersheim“ geschenkt hat. Den Benediktinern folgten 1148 die Zisterzienser. Obwohl die Bezeichnung „Mechtersheim“ schon früh verzeichnet steht, variierte der Name mit der Zeit. In alten Karten ist „Neu Holland“ oder „Petite Holande“ zu finden – ein Hinweis, dass hier aus Flandern geflüchtete Hugenotten eine neue Heimat gefunden hatten.

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