Speyer
Warum die Stadtverwaltung mehr Personal will
Die gut 1000 Mitarbeiter zählende Verwaltung habe in vielen Bereichen Personalbedarf, um wachsende Aufgaben gut erfüllen zu können. Ein Schwerpunkt werde im Sozialbereich liegen, unter anderem bei Kita-Personal für eine Erweiterung der in den Kastanienweg ziehenden Kita Regenbogen. Außerdem werde eine Erhöhung der Anzahl an Sozialleistungsempfängern erwartet, der mit einer Aufstockung begegnet werden müsse. Beim vom Bundestag erwünschten Bürgergeld könnte ein Drittel der Bevölkerung zu den Anspruchsberechtigten gehören.
Im Kita-Bereich plane die Stadt ein Pilotprojekt mit einer Kita-Sekretärin, die an der größten Einrichtung in der Wormser Landstraße angesiedelt werden solle. Die Digitalisierung der Verwaltung werde einen weiteren Schwerpunkt bei geplanten Einstellungen bilden, so die Oberbürgermeisterin. Hier sei es jedoch ebenso wie bei Erzieherinnen und Erziehern zuletzt nicht immer möglich gewesen, die ausgeschriebenen Stellen zu besetzen. Als Beispiel nannte Seiler die EDV-Betreuung der Schulen. Einen „Headhunter“ zur Personalgewinnung in den eigenen Reihen, wie ihn die Stadt Frankenthal erstmals sucht, brauche die Speyerer Verwaltung jedoch nach ihrer Einschätzung nicht.
„Alle als Headhunter“
„Wir sehen uns alle als Headhunter“, so Seiler. Das betreffe nicht nur den Stadtvorstand und die Personalabteilung, sondern jeden Mitarbeiter, der die Außendarstellung des Arbeitgebers präge. Sie hoffe, dass die Verwaltung in der Personalentwicklung „agiler“ werden könne, nennt Seiler ein Ziel. Ein Anliegen ist ihr außerdem, bei den Eingruppierungen im öffentlichen Dienst mit den Nachbarländern Hessen und Baden-Württemberg Schritt halten zu können, um nicht noch mehr Abwanderungen zu verzeichnen.
Die neuen Stellen würden von der Aufsichtsbehörde im Detail geprüft, so die OB. Sie hoffe aber auf grünes Licht, solange der Haushalt ausgeglichen sei. Das werde gelingen.