VG Rheinauen / Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Waldsee rechnet mit 8000 Narren: Behörden setzen auf erprobte Sicherheitskonzepte

Kaiserwetter und Tausende Menschen auf Waldsees Straßen: Der Umzug, hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr, ist der größte im Sp
Kaiserwetter und Tausende Menschen auf Waldsees Straßen: Der Umzug, hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr, ist der größte im Speyerer Umland.

Nächste Woche ist es wieder so weit: Tausende Narren säumen die Straßen in Dörfern im Speyerer Umland. Die Sicherheitskonzepte für die Fasnachtsumzüge stehen. Was getan wird.

Der größte Fasnachtsumzug im Speyerer Umland ist am Fasnachtsdienstag, 17. Februar, in Waldsee. Dort rechnen die Veranstalter mit rund 8000 Zuschauern, die an der Umzugsstrecke Neuhofener Straße, Ludwigstraße und Kanalstraße stehen und den 51 Zugnummern zujubeln werden. Am selben Tag rollen die Umzugswagen auch durch die Straßen von Neuhofen. Dort werden nach Angaben von Simon Schneider, stellvertretender Ordnungsamtsleiter der Verbandsgemeinde Rheinauen, zwischen 800 und 1000 Menschen erwartet. Mit dieser Zuschaueranzahl rechnen die Veranstalter auch einen Tag vorher beim Umzug in Altrip am Rosenmontag. Wie viele Besucher tatsächlich kommen, sei jedoch vom Wetter abhängig, sagt Schneider. Die Veranstalter gehen aber nicht von einem Besucheransturm aus, da in der Region wieder mehr Fasnachtsumzüge stattfinden als in den vergangenen Jahren, in denen Veranstalter Züge aufgrund von Sicherheitsvorschriften abgesagt hatten.

Die Verbandsgemeindeverwaltung Rheinauen, die sich eng mit der Polizeiinspektion Schifferstadt abstimmt, sowie die Fasnachtsvereine sehen keine veränderte Sicherheitslage. Die Risikoanalyse habe sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verändert, sagt Schneider. An den Hauptzufahrten zur Umzugsstrecke werden wieder „Amoksperren“ in Form von Lastwagen und großen Fahrzeugen aufgestellt. Außerdem habe der Karnevalverein Uno als Veranstalter zusätzliches Sicherheitspersonal für den Fasnachtsumzug in Waldsee gebucht. Die Freiwillige Feuerwehr, Sanitätsdienst, Polizei und Ordnungsamt seien ebenfalls vor Ort.

Wer im Parkverbot steht, riskiert, abgeschleppt zu werden

Dem stellvertretenden Ordnungsamtsleiter zufolge sind an beiden Umzugstagen in der Verbandsgemeinde Rheinauen auch alle drei Vollzugsmitarbeiter der VG-Verwaltung im Dienst. Hauptaufgabe des Kommunalen Vollzugsdienstes (KVD) sei zu überprüfen, ob die Umzugsstrecke entsprechend der behördlichen Genehmigung abgesperrt ist. Erst kurz vor den Umzügen werde die Strecke durch die KVD-Mitarbeiter freigegeben. „Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen beginnt aber natürlich schon in der Woche zuvor. Hier wird täglich überprüft, ob alle Beschilderungen an der Umzugsstrecke und auf der Umleitungsstrecke korrekt aufgestellt sind“, erläutert Schneider. Am Umzugstag achten die Mitarbeiter vor allem darauf, dass sich kurz vor Umzugsbeginn keine Fahrzeuge mehr auf der Strecke befinden und die Umleitungsstrecke problemlos befahrbar ist. Das sei wichtig, weil dort Rettungsdienste und der Bus durchkommen müssen.

Um die Beschilderungspläne und die verkehrsrechtliche Genehmigung kümmere sich ein Kollege der Straßenverkehrsbehörde. Darüber hinaus seien an jedem Umzugstag zwei Hilfspolizeibeamte im Einsatz. Deren Kernaufgabe bestehe darin, den ruhenden Verkehr auf der Umzugs- und der Umleitungsstrecke zu überwachen, sagt Schneider. Entdecken die Hilfspolizisten Fahrzeuge, die im Parkverbot stehen, können sie auf eine Mitarbeiterin im Innendienst zurückgreifen, die sich um die Halterabfrage kümmert. Wer im Parkverbot steht, riskiert, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird.

Alle Sicherheitsmaßnahmen werden von Simon Schneider und seinem Kollegen, Fachbereichsleiter Thomas Hauser, gemeinsam mit dem Veranstalter koordiniert. Aufgabe des Kommunalen Vollzugsdiensts sind auch die Jugendschutzkontrollen – nicht nur beim Umzug, sondern vor allem bei der Umzugs-Abschluss-Party in der Kulturhalle. Dabei ist erneut vorgesehen, dass sich die Partygäste nicht vor der Kulturhalle, auf dem Platz vor der Schule und auf der Schifferstadter Straße aufhalten, sondern auf dem Schulhof. Diese Änderung im Sicherheitskonzept aus dem vergangenen Jahr habe sich bewährt, sagt Schneider.

In Mechtersheim werden am Fasnachtsdienstag bei gutem Wetter bis zu 5000 Besucher zum Umzug erwartet.
In Mechtersheim werden am Fasnachtsdienstag bei gutem Wetter bis zu 5000 Besucher zum Umzug erwartet.

Spezielle Sperren sorgen in Mechtersheim für Sicherheit

In Mechtersheim rollen am Fasnachtsdienstag ebenfalls die Umzugswagen durch die Straßen. Die Verbandsgemeindeverwaltung rechnet laut Ordnungsamtsleiterin Simone Brill mit rund 3000 Zuschauerinnen und Zuschauern – bei schlechtem Wetter. „Bei sonnigem Wetter können es bis zu 5000 sein“, sagt sie. Die Verantwortlichen, die sich ebenfalls mit der Polizei austauschen, schätzen die Sicherheitslage „aus heutiger Sicht“ als gut ein. „Nicht zuletzt aufgrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Organisatoren. Die bestehenden Konzepte sind erprobt und auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt“, sagt Brill. Ein wichtiger Punkt bei den umfassenden Sicherheitsvorkehrungen sei der Einsatz von mobilen Zufahrtssperren – den sogenannten „Armis One“ –, damit Fahrzeuge nicht unerlaubt auf die Umzugsstrecke in der Schwegenheimer Straße, Holzgasse, Friedensstraße, Sandstraße, Mechtersheimer Straße und Philippsburger Straße fahren können.

Auch in Mechtersheim sind Mitarbeiter der Ordnungsbehörde vor Ort, die die Fahrzeuge und Anhänger abnehmen, die Einhaltung der verkehrsrechtlichen Vorgaben kontrollieren und dafür sorgen, dass die Umzugsstrecke frei gehalten wird. Darüber hinaus kümmern sich neben dem Veranstalter und der Ordnungsbehörde die Freiwillige Feuerwehr, der Sanitätsdienst und die Polizei um die Sicherheit der Besucher.

Termine & Umleitungen

Faschingsumzug in Altrip am Rosenmontag, 16. Februar, ab 14.11 Uhr. Die Ortsdurchfahrt ist von 13 bis 18 Uhr gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Auch der Busverkehr wird umgeleitet, manche Haltestellen fallen weg beziehungsweise es gibt Ersatzhaltestellen.
Fasnachtsumzug in Waldsee am Dienstag, 17. Februar, ab 13.33 Uhr. Die Ortsdurchfahrt ist von 12.30 Uhr bis 19 Uhr gesperrt. Die Umleitung in Richtung Speyer erfolgt über die Goethestraße. Dort fährt auch der Bus entlang. Als Ersatzhaltestellen für den Partnerschafts- und Schwanenplatz ist in der Schifferstadter Straße, Ecke Goethestraße, eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Die Haltestelle „Neues Rathaus“ entfällt. Altrip ist über die Umgehungsstraßen zu erreichen.
Fasnachtsumzug in Neuhofen am Dienstag, 17. Februar, ab 14.11 Uhr ab der Birkenhorststraße über die Rottstraße, Ludwigshafener Straße, Hauptstraße, Speyerer Straße, Ludwigstraße, Rehhütter Straße und Am Osterloch. Teile des Ortes können von 13 bis 18 Uhr nicht durchfahren werden. Eine Umleitung wird ausgeschildert.
Mederscher Lochhewwel-Faschingsumzug am Dienstag, 17. Februar, ab 14.11 Uhr. Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.

x