Speyer Vorerst Küche kalt im „Alten Engel“
Ein „gesundheitlicher Schicksalsschlag“ wird auf der Internetseite des Lokals als Begründung für eine „vorübergehende Schließung“ angeführt. Chefkoch Sven Niederbremer, dessen Frau Priscilla bei der Übernahme im Sommer 2020 als Pächterin vorgestellt worden war, sagt nun auf RHEINPFALZ-Anfrage: „Wir kehren nicht mehr zurück. Es ist aus gesundheitlichen Gründen im Moment nicht machbar.“ Sven Niederbremer hatte in mehreren Ländern in hochkarätigen Restaurants ge- und sich auch einmal einen Michelin-Stern erkocht und war vor seiner Speyerer Zeit als Mitinhaber mehrerer Lokale der Moro-Gruppe an der Weinstraße tätig.
Trotz der Corona-Zeit sei es in den zwei Jahren im „Engel“ gut gelaufen, berichtet Niederbremer. „Wir bedauern, dass es so gekommen ist.“ Er war 2020 mit acht Mitarbeitern als Nachfolger von Ex-Pächter Philipp Rumpf an den Start gegangen und hat unter anderem eine südafrikanische Note auf den Tisch gebracht.
Nachfolger gesucht
Auch Paul-Philipp Schäfer als Verpächter und Inhaber des zu dem Gebäudekomplex gehörenden Hotels „Goldener Engel“ ist betrübt über den Abschied. „Schade, wenn so etwas trotz voller Reservierungsbücher unabwendbar ist.“ Der „Alte Engel“ sei traditionell vom Schwerpunkt her eher Wintergastronomie, habe in diesem Sommer aber auch von der guten Belegung des Hotels profitiert.
Er arbeite an einer Nachfolgelösung, berichtet Schäfer. Für die Weinbar „Zwischen den Engeln“ werde er demnächst eine Lösung ab Mitte November präsentieren, kündigt er an. In der Kürze der Zeit sei allerdings die Nachfolge für den Restaurantbetrieb noch nicht zu klären gewesen. Der Eigentümer: „Anfragen sind da, ich bin auf der Suche nach dem Richtigen.“