Speyer
Vor der Rückkehr: Bischof wendet sich mit Schreiben an Gläubige
Wiesemann hat sich am Donnerstag mit einem Schreiben an die Gläubigen und Mitarbeitenden im Bistum Speyer gewandt und erklärt, dass er „die Grenzen meiner körperlichen und psychischen Belastbarkeit immer mehr gespürt habe und die großen Anforderungen an das Bischofsamt angesichts der enormen Umbruchsituation, in der wir als Kirche wie auch als Gesellschaft stehen, immer mehr zur Last geworden sind. Vieles war mir in dieser Zeit der Krise unserer Kirche so sehr zu Herzen und an die Nieren gegangen, dass ich darunter krank geworden bin.“
Im Januar Auszeit angekündigt
Auf den Rat seiner Ärzte hin hatte der 61-Jährige im Januar dieses Jahres in einer digitalen Diözesanversammlung verkündet, eine zunächst achtwöchige Auszeit zu nehmen, die im März noch einmal verlängert wurde. Daraufhin habe der Ostwestfale „einen längeren Klinikaufenthalt angetreten, an den sich eine Zeit der persönlichen Regeneration und geistlichen Besinnung mit weiteren therapeutischen Maßnahmen angeschlossen hat“. „All das hat viel mehr Zeit erfordert, als ich mir am Anfang gedacht und innerlich zugestanden hatte.“ Weiter schreibt er: „In dieser Zeit ist langsam neue Kraft gewachsen, mich den Herausforderungen des Amtes noch einmal mit der mir zur Verfügung stehenden Einsatzbereitschaft und Leidenschaftlichkeit zu stellen.“
Dom 40 Jahre Weltkulturerbe
Wiesemann kehrt rechtzeitig für eine großen Feier zurück: Im Oktober ist es 40 Jahre her, dass der Dom zum Weltkulturerbe wurde. Für das letzte Oktober-Wochenende ist eine Feier – mit Pontifikalamt – angekündigt.

