Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Timos Woche: Politische Farbenspiele

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Im Speyerer Stadtrat ist keine feste Koalition in Sicht. Drei Fraktionen haben aber zumindest einen gemeinsamen Antrag gestellt: CDU, FDP und Freie Wähler. Ein neues Farbenspiel. Falls es je irgendwo zu einem Bündnis der drei Parteien kommt, suchen wir schon einmal nach einem passenden Koalitionsnamen.

Farbenspiele: Koalitionsname gesucht

Parteienpolitik ist eine bunte Angelegenheit. Die Koalitionen der vergangenen Jahre in Bund und Ländern haben viele Farbenspiele hervorgebracht. Besonders einprägsam wird’s dann, wenn sich die Koalition bildhaft beschreiben lässt. Also Ampel statt Rot-Gelb-Grün. Nun setzt die Speyerer Kommunalpolitik in dieser Legislatur auf wechselnde Mehrheiten. Eine feste Koalition ist nicht in Sicht. Drei Fraktionen haben sich aber diese Woche zusammengetan und einen gemeinsamen Antrag gestellt. CDU, FDP und Freie Wähler fordern unter anderem Umbauten am Postplatz-Podest. Das ergibt ein neues Farbenspiel auf dem politischen Parkett aus dem Schwarz der CDU, der gelben FDP und dem Orange der Freien Wähler.

Von einer Koalition der drei Parteien kann im Speyerer Stadtrat keine Rede sein. Aber mal rein hypothetisch, welchen Namen würde solch ein Bündnis bekommen, falls es irgendwo in Bund oder Ländern dazu käme? Bei der „Tiger-Koalition“ fehlte die FDP, bei der „Biene“ die Freien Wähler. Vielleicht existiert ein dreifarbiger Vogel, von dem ich nichts weiß. Beliebt sind auch Ländernamen. Jamaika für ein Bündnis von CDU, FDP und Grünen oder Kenia für die Koalition von Grün und Schwarz mit der SPD. Die Flagge des asiatischen Lands Bhutan wäre gelb-orange. In der Mitte platziert ist ein Drache – aber in Weiß. Mist. Sollte es je zu dieser Regierung kommen, müssen da echte Marketingexperten nochmal ran. Die Ampel hat allerdings auch gezeigt: Ein einprägsamer Name ist längst nicht alles für erfolgreiches Regieren.

Internet: Sicheres Passwort gesucht

Einprägsame Namen sollte man bei der Wahl des eigenen Passworts möglichst nicht benutzen – zu unsicher. Anlässlich des „Sicheren Passwort-Tags“ am 1. Februar geben Landeskriminalamt und rheinland-pfälzische Verbraucherzentrale Tipps für den optimalen Schutz der eigenen Konten, die wir im Internet so haben.

Keine einfachen Zahlenkombis wie 1234, keine Kosenamen, keine Begriffe aus dem eigenen Umfeld, raten die Experten. Das optimale Passwort solle mindestens zehn Zeichen lang und mit großen sowie kleinen Buchstaben ausgestattet sein. Außerdem sollte es in keinem Wörterbuch vorkommen und für jedes Konto einzigartig sein. Ihnen fällt da bestimmt was ein. Ein Beispiel gefällig? „1.schwarz-orange-gelberAntrag“ würde klappen.

Ländle: Weltberühmte Aufkleber gesucht

Unser Nachbarländle Baden-Württemberg eignet sich übrigens auch nicht als Namensgeber eines möglichen Dreierbündnisses aus Union, FDP und FW: Dem Landeswappen in Schwarz und Gelb fehlt dazu der orangene Anstrich. Wer das Wappen selbst bestaunen will, kann entweder die Suchmaschine seiner Wahl bemühen oder den Radweg zwischen Speyer und Schifferstadt entlangfahren. Auf der Brücke über der B9 weist ein Schild auf einen nahen Dienstweg hin. An dem Schild prangt einer der weltberühmten „Nett hier, aber waren Sie schonmal in Baden-Württemberg?“-Aufkleber, die ich Anfang des Jahres noch verzweifelt im Stadtgebiet gesucht hatte. Abgewandelt klebt der Sticker in der Grasgasse: „Nett hier. Aber waren Sie schon mal in Hanhofen?“ Das Dorfwappen wiederum ist blau-silber. Wieder nicht geeignet für einen möglichen Koalitionsnamen. So wird das nichts.

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