Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Stiftungskrankenhaus: Politik uneins über Umzug von Stadtbibliothek

Im früheren Stiftungskrankenhaus: Können die heute für Flüchtlinge genutzten früheren Krankenzimmer zu Seniorenappartements umge
Im früheren Stiftungskrankenhaus: Können die heute für Flüchtlinge genutzten früheren Krankenzimmer zu Seniorenappartements umgebaut werden?

Viele Wünsche gibt es für die Nachnutzung des ehemaligen Stiftungskrankenhauses. Zentrale Frage im jetzigen Planungsprozess: Sollen auch die Stadtbibliothek und VHS einziehen?

Nun geht es an eine Wirtschaftlichkeitsberechnung: Wie viel würde der Umbau des 1980er-Jahre-Gebäudes in der Spitalgasse kosten, wie viel ein Neubau? Welche Einnahmen wären umgekehrt zu erzielen? Außerdem soll ein „finales Nutzungskonzept“ als Grundlage für die weiteren Planungen entwickelt werden. Dem städtischen Zeitplan zufolge soll dieses Ende 2025 vorgestellt werden. Ein Architektenwettbewerb dazu könnte 2026 laufen.

Der Bauausschuss stimmte mit großer Mehrheit zu. Die AfD enthielt sich, und nur Claus Ableiter (Freie Wähler) sagte nein. Sein Kritikpunkt: Bei der Nutzung deute sich eine „wilde Mischung von Wünschen“ an, wohingegen er auf „80 Prozent Schwerpunktnutzung für alte Menschen“ hoffe. Es geht um die auch in Bürgerbeteiligungen bevorzugten zwei von ursprünglich vier Varianten, die die Stadt zu einem Konzept vereinen will. Sie enthalten vor allem Elemente aus den Bereichen Wohnen, Gesundheit sowie Bildung und sind auf mehrere Generationen angelegt. Aus dem Rennen ist damit unter anderem eine Verwaltungsnutzung.

Über die konkrete Nutzung zeichnet sich ein Dissens im Stadtrat ab. Es gibt die Seite, die etwa der städtischen Idee für eine Integration von Stadtbibliothek und Volkshochschule im Erdgeschoss zuneigt, und eine andere Seite, die dies kritisch sieht. Dazu gehört neben den Freien Wählern auch die SPD. Sie kann sich – wie auch die FDP – allenfalls kleine Außenstellen von Bibliothek und VHS vorstellen. Grüne, CDU und UfS sind offener für große Lösungen in dieser Frage.

Dazu kamen in der Sitzung des Bauausschusses weitere Wünsche und Ideen: von der Linken für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum, von der SWG für Brandschutz-gerechte Partyräume, von der UfS für eine Kita-Gruppe, von der SPD für eine geriatrische Tagesklinik. Ralf Schulz (CDU) warnte davor, dass sich die Sanierung des Krankenhaus-Altbaus in „desolatem Zustand“ zum „Fass ohne Boden“ entwickelt und teurer als ein Neubau wird.

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