Speyer Speyerer Jusos ziehen sich im Unterbezirk zurück
Die Jusos Speyer ziehen sich vorzeitig aus dem Vorstand der Jusos im Unterbezirk Vorderpfalz zurück. Ihr Plan: „Kräfte bündeln und sich auf die Arbeit vor Ort konzentrieren“.
„Wir werden unseren Fokus künftig noch stärker auf die politische Arbeit vor Ort in Speyer legen“, wird Vorsitzender Nicholas Herbin in einer Mitteilung zitiert. Insbesondere der bevorstehende OB-Wahlkampf und die Arbeitsfähigkeit der Jusos werde allen Einsatz erfordern. „Die Jusos Speyer befinden sich derzeit in einem Umbruch“, so Herbin. Wie andere Jugendorganisationen stünden sie vor der Herausforderung, junge Menschen für politische Arbeit zu gewinnen, zu aktivieren und langfristig einzubinden. Bis zu den Vorstandswahlen im Winter solle klar sein, „wo wir hinwollen“. Aktuell zähle die Nachwuchsorganisation der SPD in Speyer gut 30 Mitglieder.
Herbin selbst war seit mehreren Jahren Teil des Vorstands der Jusos im Unterbezirk Vorderpfalz, zunächst als Beisitzer und zuletzt als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden. Auch Aaron Mohr aus Speyer gehöre dem Unterbezirksvorstand an. Inhaltliche oder persönliche Differenzen mit den Vertretern aus Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis im Unterbezirk habe es nicht gegeben, so Herbin. Dass die Ludwigshafener Vertreter im Unterbezirk „stark dominiert“ hätten, werde in Speyer jedoch kritisch gesehen. In der Kritik der Jusos an der Regierungsbildung in Mainz sei man sich einig: Auch die Speyerer Mitglieder stünden hinter einem Brief des Juso-Landesvorstands, in dem unter anderem für einen personellen Neuanfang nach der Wahlniederlage plädiert wird.