Speyer Soziales Projekt bekommt große Bühne auf dem Betze – und Boyd-Trikot

Glücklich: Stefan Wagner (links) zusammen mit Terrence Boyd.
Glücklich: Stefan Wagner (links) zusammen mit Terrence Boyd.

So unvergesslich wie der 1. FC Kaiserslautern derzeit auf dem Betzenberg Fußball spielt, dürfte der Sonntag auch für Stefan Wagner und seine ehrenamtlichen Helfer von der Sozialen Anlaufstelle Speyer (SAS) unvergesslich gewesen sein. Das Projekt bekam die ganz große Bühne vor 40.000 Menschen auf dem Betze. Eine Gruppe aus 32 Personen, die alle mit der SAS in Verbindung stehen, kam zudem in den Genuss eines VIP-Pakets. „Wir konnten unseren Ehrenamtlern auf die Art Mal Danke sagen“, so SAS-Initiator Wagner auf Anfrage.

Im Fritz-Walter-Stadion wird in Zusammenarbeit mit Lotto Rheinland-Pfalz vor jedem Heimspiel der roten Teufel jeweils ein ehrenamtliches Projekt vorgestellt. Dieses Mal war also die SAS an der Reihe, passend zum bundesweiten Tag der Wohnungslosen. „Für mich als FCK-Fan seit fast 40 Jahren war der Tag ein absolutes Highlight. Live vor der West auf dem heiligen Rasen – unglaublich“, schrieb Wagner zuvor in einem Instagram-Beitrag seiner SAS-Seite. Er bedankte sich auch bei FCK-Mittelstürmer Terrence Boyd, der dem Projekt direkt nach dem Spiel das Trikot überlassen hatte, damit die SAS es versteigern kann – natürlich mit Unterschrift von Boyd. Der Plan für die Versteigerung steht schon: Für ein Mindestgebot von 200 Euro wird das Stück Stoff über die Facebook- und die Instagram-Seite der SAS versteigert.

Boyd-Trikot wird sofort versteigert

Interessierte können die Gebote über die Kommentar- oder Nachrichtenfunktion abgeben. Bis Sonntag, 25. September, 18 Uhr, nimmt die SAS Gebote an. „Vielleicht gibt’s den einen oder anderen Unternehmer, der FCK-Fan ist“, hofft Wagner auf großzügige Gebote für den guten Zweck.

Die Einrichtung, die derzeit in der Unterkunft auf dem Festplatz-Parkplatz untergebracht ist, kämpft gerade mit Platzmangel in den Räumlichkeiten, weil laut Wagner der Bedarf an Beratungsgesprächen und Aufenthaltsräumen für Wohnungs- und Obdachlose gestiegen ist, seitdem er das Projekt Ende 2019 ins Leben gerufen hatte. Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnten und können Beratungsgespräche mit Betroffenen außerdem nur draußen vor den Räumen stattfinden – auch im Winter. Obwohl bei der Stadt darauf hingewiesen worden sei, habe Wagner bis jetzt noch keine Rückmeldung erhalten.

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