Speyer Seit 2020 mindestens neun Drohungen an Schulen im Wahlkreis
Seit 2020 hat es im Wahlkreis 39, zu dem auch Speyer zählt, neun Drohungen gegen Schulen gegeben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Wagner (CDU) hervor.
Demnach sind allein im Jahr 2025 zum Stichtag 25. September bereits fünf Fälle von Drohungen an Schulen im Wahlkreis bekannt geworden. Damit dürften die beiden jüngsten Fälle aus Speyer in der Auflistung noch gar nicht enthalten sein: An der Johann-Joachim-Becher-Schule war laut Polizei ein „bedrohlicher Schriftzug“ aufgetaucht, der einen Amoklauf androhte. Auch an der Integrierten Gesamtschule hatte es einen Vorfall gegeben. Bereits im September war an der Realschule plus in Dudenhofen per E-Mail eine Sprengstoffdrohung eingegangen. Die Polizei prüft hier einen sogenannten Swatting-Vorfall – also eine vorgetäuschte Bedrohung.
„Es ist alarmierend, dass innerhalb weniger Wochen gleich drei Schulen in meinem Wahlkreis von Drohungen betroffen waren“, so Wagner. „Das zeigt, dass wir es mit einem ernsten gesellschaftlichen Phänomen zu tun haben, das wir weder ignorieren noch verharmlosen dürfen.“ Bei Schulbesuchen bekomme der Landtagsabgeordnete immer wieder Rückmeldung von Schülern, die sich von Drohungen und einem raueren Umgangston – besonders in den sozialen Medien – verunsichert fühlen. Der CDU-Politiker fordert daher, Prävention und Medienbildung stärker zu verzahnen. Verbindliche Krisenpläne seien gut, es brauche aber auch praxisnahe Übungen, regelmäßige Schulungen für Krisenteams und eine stärkere psychologische Nachsorge nach Bedrohungslagen.