Speyer Schultheis-Straße: SPD Speyer-Süd ergreift die Initiative
„Auch wir fordern eine entsprechende Straße“, teilt Ortsvereinsvorsitzender Udo Zapf in einer Stellungnahme mit. Aus seiner Sicht wäre das Baugebiet am Russenweiher eine passende Stelle gewesen, aber nach der Absage bei der Straßenbenennung im Kulturausschuss 2019 schlägt Zapf nun Gespräche mit der Stadtverwaltung vor. Dabei solle es um künftige Möglichkeiten gehen, die Widerstandskämpfer aus dem Neuland im Stadtbild zu ehren. Dem Ortsverein sei dabei auch wichtig, dass bei der Namensgebung die Ehefrau des Getöteten berücksichtigt werde, die eine wichtige Rolle in der Gruppe „Speyerer Kameradschaft“ gespielt habe.
Bezug zu Fall von Luise Herklotz
„Wir beschäftigen uns mit dem Thema seit ein paar Monaten“, betont Zapf. Es bestehe noch Nachholbedarf bei der Aufarbeitung der städtischen Geschichte zwischen 1933 und 1945, auch in Bezug auf spätere SPD-Politiker wie die Speyerer Ehrenbürgerin Luise Herklotz. „Auf der Ebene der Mitglieder rumort es“, so Zapf mit Bezug auf einen RHEINPFALZ-Bericht über die Tätigkeit Herklotz’ für nationalsozialistische Zeitungen und in einem Konzentrationslager. Er verstehe die SPD als antifaschistische Partei, die bei der Aufarbeitung mit gutem Beispiel vorangehen müsse. Der Ortsverein werde nun das Gespräch mit Forschern über diese Zeit suchen.