Speyer
Rodungen: Protest dagegen ist übertrieben
Ja, es sieht kahl aus im Feuerbachpark und in der Melchior-Hess-Anlage. Und ja: Es tut weh, in der Seele und im Auge, wenn zuvor üppiges Grün auf kümmerliche Reste zurückgestutzt ist und liebgewonnene Bäume, ob im Domgarten oder im Woogbachtal, fehlen. Aber die Anwürfe, denen sich Mitarbeiter von Verwaltung und des Stadtgrüns deswegen ausgesetzt sehen, sind ungerechtfertigt. Als seien bei der Kommune nur Menschen unterwegs, deren höchste Freude es ist, vor Kraft strotzende Bäume zu entwurzeln und die ohnehin spärliche innerstädtische Flora zu dezimieren. Aber leichtfertig wird die Kettensäge in Speyer wohl kaum angeworfen. Der Laie sieht es einem Baum nicht unbedingt an, ob er krank ist. Zudem ist Gefahrenabwehr Pflicht der öffentlichen Hand. Und es wird auch nicht gerodet und zubetoniert, sondern neu gepflanzt. Ein bisschen Zutrauen in die Stadt sollte man schon haben.
